Alsdorf: Deutsche Billard-Meisterschaften: Udo Kaschek startet durch

Alsdorf: Deutsche Billard-Meisterschaften: Udo Kaschek startet durch

Eigentlich war er längst draußen. Nur als Nachrücker konnte Udo Kaschek überhaupt zur Deutschen Billard-Meisterschaft in Bad Wildungen fahren. „Ich bin da nicht gerade als aussichtsreichster Kandidat gestartet”, sagt der 44-Jährige.

Umso eindrucksvoller, dass er in der Seniorenklasse mit dem Vizemeistertitel in der Disziplin 14/1 zurückgekehrt ist. Es ist zwar nicht sein einziger Titel, „aber der mit Abstand schönste, beste, größte bisher”. Er nimmt ihn vor allem als Belohnung. Für all den Fleiß, den der Spieler des Alsdorfer Billardclubs bislang in sein Hobby investiert hat. Bis heute trainiert er an zwei Tagen pro Woche gut vier, fünf Stunden am Stück. „Früher war es auch mal mehr. Der Titel hier ist die Krönung meiner intensiven Arbeit am Billardtisch.”

Die Nerven behalten

Dass die Vorbereitung allein nicht ausschlaggebend war, weiß er. Es hat einfach alles gestimmt bei dem Turnier. „Vor allem habe ich die Nerven behalten, das war ganz wichtig.” Zumal er auf dem Weg ins Finale gleich in der Startrunde den amtierenden Deutschen Meister besiegen musste. Er hat es gepackt, auch Dank des Materials. „Das Tuch und die Kugeln waren superschnell, das liegt mir.” Dass er nun in seinem „doch schon etwas höheren Alter” derart punkten konnte, hat ihn angefixt. Doch er hält den Ball flach. „Einen größeren Titel werde ich vermutlich nicht mehr holen.” Umso glücklicher wäre er freilich, wenn er noch einmal auf einem Außenseiterplatz was reißt.

Deutlich erfolgsverwöhnter als er - und bei der Meisterschaft einmal mehr nicht zu schlagen gewesen - ist die Damenmannschaft des Alsdorfer Billardclubs. Den Meistertitel haben Nicole Herget, Sandra Graw, Juliane Delling und Janine Schwan abgeräumt. Letztere wurde im 14/1-Einzel obendrein Dritte.

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