Würselen: Deutsch-Französische Gesellschaft lädt zum Chanson-Abend

Würselen: Deutsch-Französische Gesellschaft lädt zum Chanson-Abend

Anlässlich der Unterzeichnung des Elysee-Vertrags vor 52 Jahren veranstaltete der Freundschaftskreis einen Chanson-Abend zum Mitsingen mit Walter Weitz. Im Kulturzentrum Altes Rathaus fanden sich gut 120 Besucher ein, um gemeinsam französische Lieder zu singen.

Mit einem gut gelaunten „Bonsoir Würselen“ begrüßte Weitz das Publikum. Zum Auftakt spielte er das Lied „Je suis Charlie“ von der französischen Band „Tryo“ zum Gedenken an die Anschläge in Paris. Bewegt hörten die Anwesenden zu, dem an die Wand projizierten Text folgend.

Nach dem Gedenken wechselte die Stimmung, als Weitz das erste Lied anstimmte. Schon bei den ersten Strophen des von ihm selbst zum Jahrestag des Elysee-Vertrags geschriebenen Liedes „Les noces d‘or de Marianne et Michel“ erkannten einige die Melodie wieder und stimmten mit ein.

Vor allem bei den folgenden Klassikern wie „C’est si bon“ („Es tut so gut“), „Champs-Elysees“ oder dem Trinklied „Boire un petit coup“ wurde der Chor immer mitreißender. Die Lieder stammten größtenteils aus den 60er- und 70er Jahren und wurden von Weitz aufgrund ihrer Bekanntheit ausgewählt. „La Ballade des gens heureux“ („Die Ballade der glücklichen Menschen“), die Weitz mit seinem Banjo begleitete, kannte scheinbar jeder im Raum.

Auch der Obstsalat-Kanon, den jeder mitsingen konnte, machte viel Spaß. Das gesungene Kuddelmuddel aus Banane, Ananas und Kiwi brachte die meisten dazu, laut aufzulachen. Vor allem bei langsameren Stücken sangen die Anwesenden voller Gefühl mit.

Wer ein Lied nicht kannte oder mal eine Pause brauchte, konnte so beim Klang der vielen Stimmen und der Gitarre vom fernen Frankreich träumen. Zwischen den Liedern übersetzte und besprach Weitz mit viel Witz die Texte der Lieder, so dass jeder wusste, wovon die Rede war. „Alte Lieder, die jeder im Ohr hat, wieder zu singen und die Texte dabei zu verstehen, das ist der Spaß daran“, sagte Weitz im Gespräch.

Der ehemalige Französischlehrer aus Köln wohnt heute in Krefeld und veranstaltet oft Chansonabende zum Mitsingen. Mit einem anderen Programm gestaltete er auch im vergangenen Jahr schon die Veranstaltung Deutsch-Französischen Gesellschaft Würselen anlässlich des Elysee-Vertrags.

Den Mitsingenden machte der Chansonabend sichtlich Spaß und Weitz wurde viel gelobt. „Das ist total nett“, findet auch Vorsitzende der Deutsch-Französischen Gesellschaft, Ellen Thielen-Varfaie. „Da geht man froh gelaunt in die nächste Woche.“

(akl)
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