Würselen: Der Schulneubau an der Krottstraße findet nicht nur Zustimmung

Würselen: Der Schulneubau an der Krottstraße findet nicht nur Zustimmung

Das an der Krottstraße aufgestellte Bauschild zum bevorstehenden Baubeginn der Gesamtschule Würselen ruft unterschiedliche Reaktionen hervor. Vorbeikommende betrachten die am Computer erstellte Darstellung des Baukörpers in seinem Umfeld mit Interesse und Zustimmung, andere wiederum fassen diese Form der Präsentation als Provokation auf wie Klaus Köhler.

Köhler, der zum harten Kern der Bürgerinitiative gegen den Neubau der Gesamtschule an dieser Stelle gehört, und andere Anlieger, die unter anderem die eigene Wohnqualität durch dieses Großprojekt beeinträchtigt sehen, warten auf die Veröffentlichung des längst beschlossenen Bebauungsplans und die wohl zeitgleich zu erwartende Baugenehmigung der Stadt Würselen. Dann sind die Grundlagen vorhanden, um vor dem Verwaltungsgericht Aachen eine Unterlassungsverfügung zu erwirken und vor dem Oberverwaltungsgericht Münster ein Normenkontrollverfahren anzustrengen, in der Hoffnung, den Bebauungsplan mit Blick auf das Baugesetzbuch aushebeln zu können.

Köhler sieht sich mit dem jetzt aufgestellten Bauschild in seinen kühnsten Befürchtungen bestätigt: „Dieser alles überragende Klotz mit Spielflächenbreite würde den Charakter dieses Wohngebietes prägend verändern.“ Übrigens: Laut Erstem und Technischen Beigeordneten Till von Hoegen steht der Abriss der längst ausgedienten ESV-Halle nicht im Zusammenhang mit dem Neubau der Gesamtschule.

Die so freigezogene Fläche soll als Parkplatz dienen — mit Blick auf das nahe Euregiokolleg nebst Abendgymnasium. Zudem könnte die Fläche später einmal bei Veranstaltungen des am Aquana geplanten Sportzentrums von Zuschauern angefahren werden.

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