Baesweiler: Der nächste Wappenträger heißt Peter Timmermanns

Baesweiler: Der nächste Wappenträger heißt Peter Timmermanns

Der dritte Sonntag im Jahr 2014 wird (nicht nur) für Peter Timmermanns ein ganz aufregender werden. Davon ist die Baesweiler Karnevalsgesellschaft Narrenzunft sehr überzeugt. Sie wird am 19. Januar dem Kreisgeschäftsführer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) das „Goldene Wappen“ überreichen.

Timmermanns ist somit der 16. „Ritter“ dieser erlesenen Baesweiler Runde. Unter den Ausgezeichneten — den Orden „erfand“ 1998 Narrenzunft-Legende Herbert Kusseler — befinden sich unter anderen Baesweilers Bürgermeister Willi Linkens, Ex-Landrat Carl Meulenbergh, Sabine Mathieu, Willi Feldeisen, Erich Behrendt und weitere Prominente aus dem nördlichsten Zipfel der Städteregion.

Lange hatte das Komitee um Narrenzunft-Präsident Antoni Messias, seinem Vize Dietner Büttner, Ordensvater Herbert Kusseler und Geschäftsführer Frank Geist nach dem neuen Kandidaten gesucht. Immer mehr zog sich die „Schlinge“ um Peter Timmermanns zu.

Der künftige Wappenträger genießt einen hohen Beliebtheitsgrad über seine Heimatstadt hinaus. Der DRK-Kreisgeschäftsführer — er ist auch Vorsitzender des Jugendhilfeausschusses der Städteregion — hat viele Mitgliedsausweise von Vereinen, Gremien und Organisationen in Baesweiler in der Tasche. So ist Timmermanns beispielsweise Mitglied der Inaktiven-Abteilung des Junggesellenvereins Baesweiler. Den Ortsverband der CDU Baesweiler leitete Timmermanns seit vielen Jahren, er gründete den Förderverein der Friedensschule mit und gehört sozusagen als „Veteran“ auch dem Förderverein des Gymnasiums Baesweiler an.

Geradezu geplättet war der äußerst redegewandte und mit viel Mutterwitz ausgestattete 52-Jährige, als sich die Narrenzünftler ganz überraschend vor seiner Bürotür aufstellten. In einem „Geheimabkommen“ mit Timmermanns Sekretarärin Simona Conrad hatten sich „Messias, Geist und Co.“ zu ihrem neuen Würdenträger vorgearbeitet. „Ich dachte zunächst, es wäre wieder eine Anzeige für eine Festbroschüre fällig“, kamen Timmermanns aber auch schnell dicke Zweifel auf. „Wozu kommen die denn zu dritt, das können wohl nur größere Schatten sein, die da kommen“, hatte der DRK-Boss wenig später Gewissheit. „Du bist es“, eröffneten sie ihrem Hauptakteur für die nächste Verleihung. „Ich weiß gar nicht, ob ich das verdiene“, sieht Timmermanns ganz große Fußstapfen, wenn er sich umdreht und in die Vergangenheit schaut. Wie sehr er sich darauf freut, war aber auch beim Besuch der Narrenzunft im Timmermanns‘schen Haus zu spüren. Da lief doch mitten im Juli die Musik der „Bläck Fööss“. Der Ehemann und zweifache Vater bereitet sich offenbar schon jetzt auf eine besonders intensive und hochspaßige Karnevalssession vor. Nur eine Bitte hat der Mann, der in jungen Jahren auch Rock- und Partymusik an der Orgel gemacht hat, dem Komitee abschlägig beschieden. Dass er sich zum Festakt nochmal an die Orgel stellt und den New Wave aufleben läßt. Wie einst Bryan Ferry oder Brian Eno von Roxy Music . . .

(mas)
Mehr von Aachener Zeitung