Städteregion - Der Immobilienmarkt in der Städteregion boomt

Der Immobilienmarkt in der Städteregion boomt

Von: red
Letzte Aktualisierung:
16402599.jpg
Vor vier Jahren erst wurde auf der früheren Sportanlage von Simmerath das Baugebiet Lohmühlenstraße erschlossen. Mittlerweile sind fast alle 54 Baustellen verkauft. Es gibt kaum noch Baulücken im zentral gelegenen Baugebiet, zu dem auch ein Kindergarten gehört. Da die Nachfrage nach Bauland in der Nordeifel nach wie vor hoch ist, haben die Grundstücks- und Immobilienpreise hier kräftig angezogen. Foto: Heiner Schepp

Städteregion. Rekordumsatz auf dem Immobilienmarkt in der Städteregion: Im vergangenen Jahr stieg die Summe der gezahlten Kaufpreise auf den Höchstwert von 1,53 Milliarden Euro. Das bedeutet im zweiten Jahr nacheinander einen absoluten Rekord.

2016 waren schon 1,38 Milliarden Euro auf dem Immobilienmarkt der Städteregion umgesetzt worden. Der Umsatzanstieg fällt mit elf Prozent deutlich aus. Auch die Zahl der Kauffälle hat ein Rekordhoch erreicht: 2017 wechselten exakt 6010 Einheiten – vom Baugrundstück bis hin zum Mehrfamilienhaus – den Besitzer.

Damit liegt das Vertragsaufkommen um rund vier Prozent über dem Niveau des Vorjahres, in dem es 5771 Käufe gab. Als Ursache für die erneuten Rekordzahlen vermutet der Gutachterausschuss für Grundstückswerte in der Städteregion die durch das niedrige Zinsniveau bedingte Anlage in „Betongold“.

Große Preisunterschiede

Der Gutachterausschuss hat jetzt zudem unter Vorsitz von Irene Littek-Braun die Bodenrichtwerte zum Stichtag 1. Januar 2018 beschlossen. Ein Bodenrichtwert ist der Durchschnittspreis, für den ein Quadratmeter (m²) Boden in einem eng umgrenzten Bereich den Besitzer wechselt. Die weitaus meisten Werte blieben dabei im Vergleich zum Vorjahr unverändert. Einzig im Aachener Südviertel gab es einen Anstieg der Quadratmeterpreise um fünf bis zehn Prozent. Zudem stiegen die Preise für landwirtschaftlich genutzte Flächen im Nordkreis um rund fünf Prozent.

Dabei weist die Städteregion nach wie vor ein großes Gefälle bei den Werten für Wohnbaugrundstücke auf. In Monschau und Simmerath liegen sie mit 30 bis 100 Euro je Quadratmeter deutlich unter dem Durchschnitt der anderen Kommunen im ehemaligen Kreisgebiet sowie der Randbereiche der Stadt Aachen, wo man zwischen 130 und 310 Euro je Quadratmeter zahlen muss.

In der Stadt Aachen blieben die Bodenrichtwerte für individuellen Wohnungsbau weitgehend konstant. Jedoch stiegen sie im Südviertel auf neue Spitzenwerte, die nunmehr zwischen 560 und 670 Euro/m² liegen. Im Bereich Hörn und Laurensberg gab es nur eine leichte Steigerung auf Preise zwischen 330 und 480 Euro/m².

Am teuersten waren in den ehemaligen Kreiskommunen – wie in den Vorjahren – Baugrundstücke in Würselen und in Stolberg-Breinig. Wer in guter Wohnlage bauen wollte, musste 320 bis 340 Euro je Quadratmeter bezahlen, in mittlerer Lage immerhin noch 250 Euro. Die Werte für gute und mittlere Wohnlagen in den anderen Kommunen: Eschweiler 205/170 Euro, Stolberg 240/170 Euro, Herzogenrath 250/180 Euro, Alsdorf 190/145 Euro, Roetgen 165/155 Euro, Baesweiler 170/150 Euro, Monschau 90/70 Euro und Simmerath 100/70 Euro.

In Monschau-Rohren oder Simmerath-Erkensruhr müssen allerdings nur rund 30 bis 45 Euro pro Quadratmeter gezahlt werden. Dem Gutachterausschuss wurden auch Kaufpreise aus besonders reizvollen Gebieten vorgelegt, die deutlich über den dort üblichen Preisen lagen. Diese Spitzenpreise spiegeln aber nicht das normale Marktverhalten wider.

Die Bodenrichtwerte in Aachens Innenstadt mit gemischten Bauflächen sind ebenfalls um fünf bis zehn Prozent angestiegen und liegen nun zwischen 400 und 1000 Euro je Quadratmeter. Im Frankenberger Viertel liegt dieser Wert derzeit beispielsweise bei 800 Euro.

Für innerstädtische Geschäftslagen liegt der Spitzenwert mit 10.500 Euro/m² im Bereich der Adalbertstraße zwischen Kugelbrunnen und Peterstraße/Elisenbrunnen, gefolgt von 7100 Euro/m² im Bereich Holzgraben. Die Bodenrichtwerte für Gewerbegrundstücke blieben überwiegend stabil.

Land- und Forstwirtschaft

Darüber hinaus hat der Gutachterausschuss auch Bodenrichtwerte für land- und forstwirtschaftlich genutzte Flächen beschlossen. In die Richtwertermittlung sind nur Flächen eingeflossen, die auch in Zukunft weiter landwirtschaftlich genutzt werden. Dabei liegen die Preise in Monschau und Simmerath zwischen einem Euro und 1,20 Euro je Quadratmeter. Im Süden der Stadt Aachen sowie in Stolberg und Roetgen betragen sie zwei bis 3,50 Euro.

In Alsdorf, Baesweiler, Herzogenrath, den nördlichen Teilen von Eschweiler und Würselen sowie im Aachener Norden stiegen diese Bodenrichtwerte binnen Jahresfrist allerdings um rund fünf Prozent. Dort betragen sie derzeit zwischen 4,50 und 6,30 Euro je Quadratmeter.

Leserkommentare

Leserkommentare (3)

Sie schreiben unter dem Namen:



Diskutieren Sie mit!

Damit Sie Artikel kommentieren können, müssen Sie sich einmalig registrieren — bereits registrierte Leser müssen zum Schreiben eines Kommentars eingeloggt sein. Beachten Sie unsere Diskussionsregeln, die Netiquette.

Homepage aktualisiert

Finden Sie jetzt neue aktuelle Informationen auf unserer Startseite

Wieder zur Homepage

Die Homepage wurde aktualisiert