Der Förderbescheid zu Bebauung des ehemaligen Vetrotex-Geländes ist da

Bebauung des ehemaligen Vetrotex-Geländes: Der Förderbescheid ist auch schon da

Viel tut sich derzeit in der Stadt Herzogenrath, und so steht im Stadtrat am kommenden Dienstag unter anderem der Beschluss zum Bebauungsplan Bicherouxstraße an.

Der Bebauunsplan I/56 soll die Vetrotex-Brache nicht nur füllen, sondern auch zur „wirtschaftlichen Revitalisierung, Schaffung neuer Arbeitsplätze und Vermeidung städtebaulicher Missstände“ beitragen, und das alles „wohngebietsverträglich“. Denn die oberhalb liegende Fläche des einstigen Vetrotex-Parkplatzes ist längst im Zuge des gesonderten Bebauungsplans Dahlemer Straße zum Neubaugebiet mutiert. Und die dortigen Hauseigentümer hegten Bedenken, was die Entwicklung des Areals vor ihrer Haustür in Richtung Bicherouxstraße angeht, vor allem in Bezug auf die zu erwartenden Gebäudehöhen. Die sind mittlerweile nach unten korrigiert worden, zudem sind Flachdächer und Dachbegrünung festgesetzt worden. Und das „Nutzungsspektrum“ der anzusiedelnden Betriebe ist, auf Anregung der Städteregion im Zuge des „frühzeitigen“ Beteiligungsverfahrens, „erheblich eingeschränkt“ worden, im Sinne des Immissionsschutzes  fürs Wohngebiet. Mit der Städteregion abgestimmt wurden zudem neben Belangen des unterirdisch verlaufenden Gewässers auch ein zu planender Zubringer zum projektierten Radschnellweg.

Die Politik zeigte sich im Umwelt- und Planungsausschuss denn auch froh, dass jetzt „ein Paket geschnürt“ sei (Dr. Manfred Fleckenstein, SPD), um die Brache wiederzubeleben. Stefan Becker (CDU) konstatierte einen „Run“ auf Grundstücke: „Wir brauchen diese Flächen dringend“, bedauerte er, wie lange es in Deutschland brauche, bis solche Pläne umgesetzt seien. Die Aufstellung des Bebauungsplans Bicherouxstraße geht auf einen Beschluss des Umwelt- und Planungsausschusses vom 14. September 2010 zurück. Immerhin ist jüngst der Förderbescheid eingetroffen, was der Technische Beigeordnete Ragnar Migenda in der Sitzung als „äußerst erfreulich“ kennzeichnete, nicht ohne den Hinweis, dass zwischenzeitlich die konkrete Planung weiterbetrieben worden sei. Zudem sei auf dem  Areal „zweigleisig“ gefahren worden, gebe es ja bereits eine Firmenansiedlung im Teilbereich I, unmittelbar neben dem Schmetz-Gebäude. Auf Bedenken des Landesbetriebs Straßenbau bezüglich der Verkehrsbelastung auf der L232 wies Katharina Herzner (Grüne) hin. Ob es da auch Nachteile für die Fußgänger gebe? Migenda verwies indes auf die frühere gewerbliche Nutzung des Geländes: „Die Fläche wird in diesen Zustand wieder zurückversetzt.“

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