Alsdorf: Der ewige Zwist der Geschlechter

Alsdorf : Der ewige Zwist der Geschlechter

Wenn alle ihr Fett abbekommen, muss keiner beleidigt sein. Im Gleichgewicht liegt die Kraft, und im kräftigen Austeilen ist Comedian Mario Barth richtig gut.

Mit seinem Programm „Männer sind Schweine - Frauen aber auch”, begeisterte der Berliner bereits zum zweiten Mal seine Fans in der ausverkauften Stadthalle. Mit der an sich simplen Erkenntnis, dass sich zwischen Jungs und Mädels beizeiten ein tiefer Graben an Unverständnis auftut.

Er schwitzt im Sommer im Stau auf der Autobahn wie ein Ochse - sie hat bei mindestens 40 Grad Celsius noch immer kalte Füße und dreht prompt die Heizung auf. Sie weiß auch nach Jahren noch genau, welches Hemd er beim ersten Treffen trug - er aber hat keine Ahnung, wann das überhaupt war. „Wir Männer rechnen nicht in Jahren, wir rechnen in Autos”, klärte Mario Barth sein glucksendes Publikum auf. Deshalb muss die Antwort lauten: „Also, Schatz, bei unserem ersten Treffen war der Auspuff an meinem weißen Golf kaputt - das muss im Sommer 1986 gewesen sein.”

„Was meint die? Was hat die? Was will die kaufen?”

Männer sind Realisten: „Wir weinen nicht, wenn Bambis Mutter stirbt. Wir spulen die Videokassette zurück und sagen: Da, die Mama lebt wieder!” Frauen sind hingegen Meisterinnen der subtilen Folter, besonders gern kurz vorm Einschlafen. Sie: „Schatz?” Er: „Ja?” Sie: „Ach, ist egal.” Mario Barth: „Dann liegen wir die ganze Nacht wach und denken: Was meint die? Was hat die? Was will die kaufen?”

Zwei Stunden lang gab der Comedian, dessen jüngst erschienener Sprachführer „Frau - Deutsch, Deutsch - Frau” bereits die Bestsellerlisten anführt, Vollgas und hatte selbst sichtlich Spaß dabei. Ein beachtliches Laufpensum legte Mario Barth zwischen den Bühnenflanken zurück, um sein Publikum möglichst gleichmäßig zu bespaßen. Und das durfte sich nach der langen Zugabe sicher sein: Alles Schweine - Gott sei Dank!

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