Würselen: Denkmalpreis: Wohn-Wasserturm steht in der Endrunde

Würselen: Denkmalpreis: Wohn-Wasserturm steht in der Endrunde

Alle Achtung: Im Wettbewerb um einen Preis für Denkmalpflege des Landschaftsverbands Reinland (LVR) hat es der Umbau des Bardenberger Wasserturms bis in die Endrunde geschafft. Aus 55 Bewerbungen aus ganz Nordrhein-Westfalen sind nun fünf in die engere Wahl gekommen.

Im November verleiht das Land NRW den mit 7000 Euro dotierten Rheinischen Preis für Denkmalpflege. Die Jury, der auch Dr. Andrea Pufke, die neue Leiterin des LVR-Amtes für Denkmalpflege, angehört, hat folgende Objekte in die Vorauswahl genommen: Die Gottschalks Mühle in Hilden, die Weinbrennerei Dujardin in Krefeld-Uerdingen, den Meweshof in Mönchengladbach-Buchholz, die Jahnkampfbahn in Solingen-Wald und eben den Bardenberger Wasserturm. Bei dem Preis, der ungeteilt an einen der fünf Bewerber verliehen wird, geht es um die vorbildliche Sanierung eines Denkmals durch Privatleute.

„Der vom Land NRW gestiftete Preis würdigt Menschen, die ein Denkmal auf beispielhafte Weise saniert haben. Dabei ist der respektvolle Umgang mit der historischen Bausubstanz ein sehr wichtiges Kriterium”, erklärt Landeskonservatorin Dr. Andrea Pufke. 2002 hatten die heutigen Bewohner den Turm erworben. Ein Jahr lang wurde der Umbau zur Wohnnutzung geplant und ein weiteres Jahr lang realisiert. Auf vier Ebenen sind je 55 Quadratmeter Wohnfläche entstanden.

Der Bardenberger Wasserturm wurde 1909 bis 1911 vom Wasserwerk des Kreises Aachen erbaut. Seit 1985 regelt eine elektronische Steuerung den Wasserdruck. Das Gebäude steht seit dem 19. November 1982 unter Denkmalschutz.

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