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Würselen: Den Schwerstkranken Geborgenheit geben

Würselen : Den Schwerstkranken Geborgenheit geben

Auf der Palliativstation des Medizinischen Zentrums (MZ) Kreis Aachen, Betriebsteil Marienhöhe, konnte dank einer großzügigen Sachspende der Firma Wohlwelt Pallen ein Aufenthaltsraum rundum modernisiert werden.

Damit war es den Mitarbeitern der Palliativabteilung möglich, den Raum mit wohnlichen Möbeln wie Sesseln, einer Kommode und einem Ledersofa einzurichten.

Die Einrichtung wurde durch einen Großbild-Flachfernseher und einem DVD-Player ergänzt, die aus Mitteln des letzten Spendenmarathons des 1. Würselener Karnevalsvereins angeschafft werden konnten. Dazu spendeten das MZ und auch noch die Angestellten der Station Geld für Dekoartikel und weitere Möbelstücke, um das Wohnzimmer noch angenehmer gestalten zu können.

Die Zusammenarbeit wurde von Dr. Till Wagner, dem Leitenden Arzt der Schmerztherapie, organisiert, der das Engagement der Firma Pallen für schwerstkranke Menschen außerordentlich lobte. Die Möbelstücke wurden durch die Stationsschwester Silvia Schulz und Dr. Wagner gemeinsam mit Friedhelm von Berg, dem Verkaufsleiter von Pallen, nach Prinzipien der Wohnlichkeit und Geborgenheit ausgesucht.

„Das höchste Ziel der Palliativstation ist es, dass der Patient sich in dem Raum wohl fühlt, denn dort werden intensive Gespräche mit den Schwerstkranken geführt. Der Raum soll auch als Rückzugs- und Ruheort dienen, in dem die Patienten sich alleine oder mit Angehörigen entspannen und Abstand vom Klinikalltag gewinnen können”, so Dr. Wagner, der sich zusammen mit MZ-Geschäftsführer Falko Rapp bei Friedhelm von Berg, Verkaufsleiter bei Pallen, für die spontane Hilfsbereitschaft bedankte.

Der Raum wurde bewusst von der Atmosphäre und Optik des Krankenhauses abgehoben, sei es durch die farbenfrohe Gestaltung oder auch das warme Licht der Deckenlampe.

Die zwischenmenschliche Beschäftigung mit den schwerstkranken Patienten, aber auch mit deren Angehörigen, steht für die Mitarbeiter der Palliativstation im Vordergrund. Silvia Schulz betonte, dass die Palliativstationen keine Sterbestationen seien, sondern die Linderung des körperlichen wie auch des seelischen Leids ihre Hauptaufgabe sei.

Die Palliativstation ist seit Januar 2008 Teil der Klinik für Schmerztherapie und neben der Station im Uniklinikum die einzige Einrichtung dieser Art im Kreis Aachen.