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Herzogenrath: Das Herz schlägt auf dem rechten Fleck

Herzogenrath : Das Herz schlägt auf dem rechten Fleck

Ein Tiroler Bub, Erich Span, der aus dem Stubaital stammt, schwingt in der Session 2004/2005 in Roda das närrische Zepter.

Beim Auftakt auf dem Ferdinand-Schmetz-Platz wurde er als Erich I. gekürt. Mit dem „Last-Minute-Prinz” hat der Karneval eine gute Wahl getroffen.

Erich Span kam der Liebe wegen nach Kohlscheid und heiratete 1974 seine Gisela. In Aachen machte er sich selbstständig. 1984 übernahm er den Metallbaubetrieb Thevis in Herzogenrath an der Neustraße. Schon bald folgte der private Umzug.

Erich Span, in Telfes geboren und der bei den Gebirgsjägern im österreichischen Bundesheer diente, suchte nach seinem Umzug nach Straß auch das gesellschaftliche Leben. Die Kinder Claudia und Roland vergrößerten die Familie.

Erich Span wurde 1985 „Bockrijjer” und schloss sich der Ersten Großen KG an. Er half, wo er konnte, machte in anderen Vereinen mit, so bei den Straßer Martinusschützen. Dabei blieb er stets im Hintergrund.

Und wenn es auf die „närrischen Tage” zuging, herrschte (bis heute) auf seinem Firmengelände reges Treiben. Dabei erfahren die Wagenbauer mehr als ideelle Unterstützung. All die Verdienste und die stete Bereitschaft, anderen Menschen zu helfen, fanden 2002 mit der Verleihung des „Goldenen Bockrijjer von Roda” ihren Lohn.

Erich I. schwingt das närrische Zepter gemeinsam mit seine Frau, Prinzessin Gisela I. Die gelernte Drogistin ist Mitinhaberin der Firma Span, Mitglied der Straßer Karnevalsgruppe. Ihr Hobby ist, Oma zu sein und ihr Enkelkind Anna-Lena zu verwöhnen.

Karlheinz Pfennig überreichte dem designierten Prinzen Erich I. und der Prinzessin Gisela I., die Ernennungsurkunde und die Mützen. Erste Glückwünsche übermittelte Vize-Bürgermeister Dr. Manfred Fleckenstein: „Alles gute kommt von oben”, und er meinte damit von Straß.

Dass Erich Span das närrische Herz auf dem rechten Fleck hat, zeigten seine ersten Worte an das Volk. „Einmal Prinz zu sein, davon hab ich nie geträumt.” Jedoch als festgestanden habe, dass Herzogenrath-Mitte keinen Prinzen stellen konnte, habe er sich nach einigen Hin und Her, es entschied seine Frau Gisela, für dieses Amt „breitschlagen” lassen.

„Wer A sagt, muss auch Prinz sagen”! Erich Span hat mit Alfred und Brigitte Nacken, Fritz und Monika Schäfer, Hanna und Werner Elberen sowie Annemarie Rüland eine tolle Crew. Auch die Karnevalsgruppe der Pfarre St. Josef Straß wird sie unterstützen.

Dem offiziellen Teil schlossen sich zahlreiche Gratulanten an, so Willi Hippeli vom Kohlscheider Karneval mit dem designierten Dreigestirn, Prinz Josef VIII., Bauer Guido und Jungfrau Leonie sowie alle Gesellschaften, die dem AHK angeschlossen sind.

Auf dem Ferdinand-Schmetz-Platz wurde unter der Regie von Karlheinz Pfennig ein Programm geboten. Ihren Freundschaftsbesuch machte die KG Narrenzunft aus Baesweiler. Weiter wirkten mit die KG De Bockrijjer, die KG Ritzerfelder Jonge und die Stadtgarde, die Los Caotos” und der „kleine Muck”, ein hoffnungsvolles Nachwuchstalent in Sachen Gesang.

Bei Dunkelheit erfolgte ein Fackelzug zum Prinzenlokal Jütten, wo Erich Span ein Schild als seine Hochburg anbrachte. Zudem hieß es für Wilfried II. (Debetz) Abschied nehmen.