Würselen: Das Brauchtum hat in Bardenberg sehr viele Freunde

Würselen: Das Brauchtum hat in Bardenberg sehr viele Freunde

An vier Kirmestagen traten Schützen und Spellsleute gemeinsam den Beweis an, dass auch in Bardenberg das von ihnen gepflegte Brauchtum lebt. Das testierten ihnen gerne Bürgermeister Arno Nelles und der Vorsitzende der Arbeitsgemeinschaft Würselener Jungenspiele, Hans Maaßen, als sie ihnen ihre Aufwartung machten.

Den ersten schießsportlichen Wettbewerb trugen die Partner der Schützen aus. Mit dem 102. Schuss entschied ihn zum zweiten Male Angelika Kuntz für sich. Zur Ermittlung des Ortskönigs traten 29 schießsportlich-begeisterte Nicht-Schützen an. Insgesamt wurden 133 Schuss von ihnen auf den Vogel abgefeuert. Den finalen Treffer landete Dennis Goebele, der im Festzug das Bad in der Menge nehmen durfte. Die beiden Wettbewerbe mündeten ein in eine Kirmesparty des Förderkreises der Bruderschaft zur Eröffnung der Theke im nahen Festzelt mit Discjockey Ben Air.

Glückwunsch: Alter und neuer König ist Wilhelm Kuntz. Die Spielspitze des Jungenspiel wird mit Beifall belohnt: Maikönigin Jenny Röck, Maikönig Fabian Schmitz und Ehrendame Madita Leuchter. Maiknecht Sascha Keller, Maimagd Charlotte Terkatz und Ehrendame Tea Vonhoegen. Foto: Sevenich

Am nächsten Abend war noch mehr Kirmesstimmung Trumpf. Der Garant dafür waren wieder einmal mehr im 40. Jahr ihres Bestehens die „Wheels“, die sämtliche musikalischen Register für alle Semester bis weit über Mitternacht hinaus zog, unterstützt von DJ Mitch. Am nächsten Morgen weckte das wieder erstarkte Trommler- und Pfeiferkorps Bardenberg früh zum gemeinsamen Frühstück beim noch amtierenden Schützenkönig. Auf dem Weg zur Kirche St. Peter und Paul, wo Pfarrer Rainer Gattys mit Schützen und Spellsleuten Gottesdienst feierte, wurde ein Kranz am Ehrenmal in der Dorfstraße nieder gelegt.

Pünktlich setzte sich ein farbenprächtiger Festzug mit einer ganzen Reihe von Hinguckern zur großen Dorfrunde vom Zelt aus in Bewegung, strammen Schrittes angeführt von den beiden ortsbekannten Ordnungshütern Ralf Kelch und Willi Nobis sowie von Hauptmann Kurt Leisten und Pritschenmeister Sven Clermont. Mit von der Partie waren auch Bundesprinzessin Svenja Dobbelstein von der St.-Sebastianus-Schützenbruderschaft 1824 Zweifall, das Diözesankönigspaar Elke und Bernd Uerlings-Heidbüchel von den St. Hubertus Schützen Kreuzau 1554 und Bezirkskönig Udo Schütter von St. Antonius Niederbardenberg

Ein bunter Festzug

Die Herzen der Schaulustigen schlugen beim Defilee des Bardenberger Spiels höher, angeführt neben dem Königspaar von Ehrendame Madita Leuchter, Maiknecht Sascha Kelleter, Maimagd Charlotte Terkartz, Ehrendame Lea Vonhoegen und dem zweiten Pritschenmeister Cristian Röbel.

Zu Beginn des Königsvogelschusses erbaten die Schützen mit Diakon Dr. Dennis Rokitta Gottes Segen. Neben ihm feuerten unter anderem Bürgermeister Arno Nelles und Bezirksbundesmeister Karl-Josef Offermanns Ehrenschüsse ab. Zügig gingen sechs ambitionierte Schützen zur schießsportlichen Sache. Sie schossen den Rumpf rund um die Schraube locker.

Das Holz auf der Stange steckte schließlich 129 Schuss weg. Doch beim 130. gab der Vogel seinen Geist auf. Zugeschlagen hatte wieder einmal mehr Wilhelm Kuntz, der nach 1973,1977, 1984, 2000 und 2016 zum sechsten Male Schützenkönig wurde. Im nächsten Jahr wird er um die Kaiserwürde zum erneuten Wettstreit antreten. Rekord-Schützenkönig ist er allemal schon. Wie im letzten Jahr durfte er zahlreiche Glückwünsche entgegen nehmen. Einen eigenen Vogelschuss-Wettkampf trugen die Könige, die am Festzug teilgenommen hatten, aus. Die Königsparty mit Hits der 70er und 80er Jahre gestaltete im Festzelt Disjockey Frama.

(ehg)