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Baesweiler: Da standen dem gestandenen Vater Tränen in den Augen

Baesweiler : Da standen dem gestandenen Vater Tränen in den Augen

Bald ist es wieder soweit: Die „i-Dötzchen” ziehen los, meist mit Vorfreude auf den ersten Schultag, vor allem aber voller Stolz auf die erste eigene Schultasche. Doch was tun, wenn das Geld in der Familie nicht reicht, um dem Nachwuchs die gewünschte Tasche zu kaufen?

Pfarrerin Kirsti Greier von der evangelischen Kirchengemeinde Setterich weiß um solche Probleme. „Von der Engel-Aktion vor Weihnachten war noch Geld übrig, das wir sinnvoll einsetzen wollten.”

Seinerzeit hatte die Kirchengemeinde Wunschzettel von Kindern aus bedürftigen Familien gesammelt. Anonyme Spender konnten mit Sach- und Geldspenden helfen, den Kleinen ihre Wünsche zu erfüllen. Die Spenden flossen am Ende so reichlich, dass jetzt eben nochmals Wünsche erfüllt werden können.

„Gerade Erstklässlern fällt es oft noch schwer zu verstehen, warum sie eben nicht die teure Schultasche mit ihren Fernsehhelden drauf bekommen können”, erklärt die Pfarrerin. Gemeinsam mit dem Sozialamt und der ARGE ermittelte sie 20 Familien mit Schulneulingen. „Wir haben diesen Familien angeboten, für die Kinder entweder einen Schulranzen oder eine komplette Sportausrüstung zu kaufen.”

Viele Eltern, so erzählt Greier, hätten dies zuerst gar nicht glauben können. „Einige haben gedacht, sie müssten etwas unterschreiben oder bezahlen.” Doch dann folgte stets die Freude: „Besonders ist mir ein Vater in Erinnerung geblieben”, berichtet Greier, „ein großer Mann, ein ,Kerl wie ein Baum würde man sagen: Als er den Schulranzen für sein Kind sah, hat er vor Freude angefangen zu weinen.”