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Herzogenrath: Container sollen mehr Raum für die OGS schaffen

Herzogenrath : Container sollen mehr Raum für die OGS schaffen

Während sich Schulkinder derzeit auf die Osterferien freuen, ist die Politik schon einen Schritt weiter. Der Ausschusses für Bildung, Sport und Kultur befasste sich mit dem Themenfeld der Offenen Ganztagsschulen (OGS).

Zum Beginn des neuen Schuljahres im August soll sich einiges ändern. Dazu zählt eine modifizierte Beitragssatzung. Demnach müssen ab August diejenigen keine Beiträge für ihr Kind zahlen, deren Jahreseinkommen unter 25.000 Euro liegt.

Bislang lag diese Grenze bei 16.000 Euro, davor sogar noch 5000 Euro darunter. Die Staffelung der Beiträge über dieser Einkommensgrenze bleibt unverändert - wer mehr verdient, muss auch mehr zahlen. „Wir gehen nicht davon aus, dass die geänderten Freibeträge Auswirkungen auf die Anmeldungen haben werden”, prognostizierte Andreas Heine, Leiter des Fachbereichs Jugend und Bildung.

„Dass durch die fehlenden Einnahmen die Mittel für den Betrieb schrumpfen, liegt dabei aber in der Natur der Sache. Die Stadt wird mehr Geld in die Hand nehmen müssen.” Dieser Meinung schlossen sich die Ausschussmitglieder an.

Die SPD blieb unterdessen mit mehreren Forderungen in puncto OGS aufgrund der Mehrheitsverhältnisse erfolglos. So wurde weder der existierende Qualitätszirkel für die OGS zur Fachaufsicht erweitert, noch ein Passus in die Satzung aufgenommen, dass jedes Kind grundsätzlich ein Anrecht auf einen OGS-Platz erhält.

Dieses Recht solle zwar generell gelten, aufgrund der teils prekären Raumsituation an den Schulen wollte die Beigeordnete Birgit Froese-Kindermann sich aber absichern, wenn Kapazitäten nicht vorhanden seien.

Um diese Kapazitäten zur Verfügung stellen zu können, beriet der Ausschuss über die Erweiterung der Räume an drei Grundschulen. Der simpelste Fall ist die Grundschule in Pannesheide, wo die Schulleitung mit der Verwaltung vereinbart hat, einen bisher ungenutzten Kellerraum als OGS-Raum nutzen zu können.

Hierzu soll nun ein zweiter Fluchtweg eingerichtet werden. Die Grundschulen in Straß und in Bierstraß sollen um Containerklassen erweitert werden. In welchen Umfang dies geschehen soll, ist aber strittig. Nach dem Vorschlag der Verwaltung sollen bis zu 60 Quadratmeter Fläche entstehen.

Froese-Kindermann ließ jedoch durchblicken, dass die Schulleitung in Bierstraß gerne noch mehr Platz hätte, was so in der Beschlussvorlage nicht vermerkt war. Ohnehin empfanden einige Ausschussmitglieder den Verwaltungsvorschlag als zu ungenau. „Wir sollten schnell zu einem Entschluss kommen”, mahnte indes der Leiter des Fachbereichs Bau und Betrieb, Markus Schlösser. „Wir sind nicht die Einzigen in Deutschland, die Container benötigen.”

Schließlich kam der Ausschuss überein, die genaue Zahl der Containermodule bei einer Besichtigung der Schule zu ermitteln und den Beschluss über eine Anschaffung im Haupt- und Finanzausschuss Ende März zu fassen.