Baesweiler: Concordia Oidtweiler: Trainingsmöglichkeit ist jetzt Chefsache

Baesweiler : Concordia Oidtweiler: Trainingsmöglichkeit ist jetzt Chefsache

Dass die Jugendabteilung des Fußballvereins Concordia Oidtweiler jährlich ein U11-Benefiz-Turnier mit internationaler Besetzung ausrichtet — und das seit acht Jahren — ist beeindruckend. Dass der Verein den Erlös an die Baesweiler Bürgerstiftung spendet, ist bereits Tradition.

Einen Scheck in Höhe von 2000 Euro überreichten die kleinen Sportler der Jugendabteilung bei einem Empfang im Baesweiler Rathaus dem Geschäftsführer der Bürgerstiftung Thomas Jansen. Bürgermeister Dr. Willi Linkens war voll des Lobes über das Engagement des Vereins und der Eltern, die Jahr für Jahr 80 jungen Fußballern und ihren Betreuern Quartier mit Familienanschluss bieten. „Das zeugt von einer super funktionierenden Dorfgemeinschaft“, lobte er.

Fest steht: In der Altersklasse U11 wird Spitzenfußball geboten. Bei der Concordia spielen aktuell fast 250 Kinder und Jugendliche in 14 Mannschaften. Hauptsächlich verfügen deren Trainer mindestens über eine C-Lizenz des DFB.

Und das Benefiz-Turnier ist unter den U11-Turnieren Deutschlands eines der bestbesuchten. „Hier wird Spitzenfußball gespielt“, lobte Linkens.

Bei einer Fragerunde im Sitzungssaal des Rathauses fragten kleine Fußballer: „Wann kriegen wir endlich einen Kunstrasen?“ Dass der sehr teuer ist, und eine solche Umrüstung gut überlegt sein will, sahen sie nach entsprechender Erklärung durch den Bürgermeister ein. Doch dass sie mit ihrer Frage den Nagel auf den Kopf trafen, ahnten sie nur. In der Tat gibt es nämlich in Oidtweiler vor allem im Winter Probleme mit den Sportplätzen. „Der Rasenplatz ist im Winter kaum bespielbar, also müssen wir auf den viel zu kleinen Ascheplatz ausweichen“, erklärte Jugendleiterin Evelin Heese und erzählte vom schier aussichtslosen Bemühen, auf andere Sportplätze innerhalb des Stadtgebietes auszuweichen.

„Nachdem uns das Sport- und Kulturamt auf unsere Anfrage mitteilte, dass wir uns in dieser Sache direkt an die Vereine wenden sollten, tat sich erst mal so gut wie gar nichts“, erklärte Heese. „Geholfen hat uns nur der JSV Baesweiler, der uns zwei Trainingszeiten auf ihren Sportstätten anbot“, räumte der stellvertretende Leiter der Jugendabteilung der Concordia, Ratmar Frömbgen, ein. „Doch weder die Lovericher noch die Settericher kamen uns entgegen. Man will uns dort einfach keine Möglichkeit bieten zu trainieren. Das ist vor allem unverständlich, weil Setterich, Loverich und Baesweiler zusammen nur zehn Jugendmannschaften haben und wir in Oidtweiler 14.“ Das Ganze wird nun zur Chefsache: Bürgermeister Linkens versprach, sich persönlich zu kümmern. „Die Sportplätze gehören immerhin der Stadt und nicht den Vereinen“, bemerkte er — sichtlich betroffen.

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