CDU Würselen fordert Konzept für Bardenberg

CDU Würselen sieht Handlungsbedarf : Konzept für Bardenberg soll her

„Statt planloser Einzelaktionen sollte zusammen mit den Bürgern Bardenbergs ein Gesamtkonzept für die Zukunft entwickelt werden“, heißt es seitens der CDU in Würselen. Deshalb soll jetzt ein Ortsteilrahmenplan erarbeitet werden.

Ausschlaggebend für Heiko Franzen für den CDU-Ortsverband und Fraktionsvorsitzenden Karl-Jürgen Schmitz, diesen Antrag an den Bürgermeister Arno Nelles (SPD) zu stellen, war die Diskussion über die geplante Ansiedlung eines großflächigen Supermarkts (Netto) am Kaiser in Bardenberg.

Bürger hätten in der entsprechenden Sitzung des Umwelt- und Stadtentwicklungsausschusses erhebliche Bedenken gegen dieses Vorhaben vorgebracht. So kritisierten Anwohner den Verlust der „grünen Aussicht“, andere wiederum sorgten sich um die Sicherheit des Schulwegs zur nahen Grundschule. Der Wunsch nach einem „Tante-Emma-Laden“ wurde geäußert. Und: Ein fehlendes Gesamtkonzept für die städtebauliche Entwicklung in Bardenberg wurde in der Sitzung des Fachausschusses angemahnt.

Die CDU schlussfolgert: „Es hat sich gezeigt, dass es notwendig ist, die zukünftige Entwicklung Bardenbergs ganzheitlich zu betrachten und zu planen“, heißt es in der Begründung.

Sämtliche in Betracht kommenden Entwicklungsbereiche für Wohnungsbebauung, Ansiedlung von Gewerbe, Freizeitgestaltung und Nahversorgung sollten betrachtet und untersucht werden. Dazu sei ein passendes Verkehrskonzept zu entwickeln „im Hinblick auf die zur Zeit zum Teil unbefriedigende Verkehrssituation“. Der Würselener Stadteil Bardenberg habe sich in den letzten Jahren sehr verändert und sehe auch in den nächsten Jahren weiteren Veränderungen entgegen.

In der Tat: So hat mittlerweile das Rhein-Maas-Klinikum das ehemalige Knappschaftskrankenhaus geräumt und sich auf seinen Standort Mauerfeldchen in Würselen-Mitte konzentriert. Der neue Eigentümer, die Inoges AG, hat nun die weitere Gestaltung des Areals am Dr.-Hans-Böckler-Platz übernommen. Die Rede ist von einem „Leuchtturmprojekt“. Neben dem Ausbau der Rehabilitation bei psychosomatischen Erkrankungen – eine Ausgliederung vom Aachener Schwertband, das die Inoges 2015 übernommen hatte – soll auf dem Gelände Nachwuchsförderung etabliert werden, mit Blick auf eine dringend benötigte neue Krankenpflegeschule. Zudem gilt es, weitere Teilflächen mit Leben zu füllen. Dabei spielt barrierefreies Wohnen eine wichtige Rolle. Alles Dinge, die sich auf den Standort Bardenberg auswirken werden.

Deshalb fordert die CDU die Entwicklung tragfähiger Perspektiven. Die Erarbeitung eines Ortsteilrahmenplanes sei hierfür das richtige Instrument. „Diese Planung soll in Abstimmung mit der Städteregion Aachen erfolgen.“ Dabei seien Schul- und Kinderbetreuungsangebot und Konzepte für Senioren und Familien neu zu überdenken. Alle möglichen Standorte, die bebaut werden könnten, seien dabei einzubeziehen.

Verbunden mit dem Vorschlag der CDU ist natürlich die Hoffnung, auf Basis eines griffigen Gesamtkonzepts entsprechende Zuschüsse für Maßnahmen zur Verbesserung der innerörtlichen Strukturen zu bekommen.

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