1. Lokales
  2. Nordkreis

Herzogenrath: Burg Rode: Mit besinnlichen Weisen überzeugt

Herzogenrath : Burg Rode: Mit besinnlichen Weisen überzeugt

Das Kuratorium von Burg Rode spendierte seinem Publikum ein Konzert mit dem Madrigalchor Herzogenrath unter Leitung von Johannes Becker in St. Marien Herzogenrath.

Auch die Familie Hess war wieder aus Kirschhorn bei Heidelberg angereist. Zudem spielte der Handglockenchor Aldenhoven unter seiner Gründerin Anneliese Malischewski.

Wie Pastor Dr. Guido Rodheudt in seiner Begrüßung in der vollbesetzten Kirche hervorhob, hat sich dieses Konzert in der Vergangenheit einen festen Platz geschaffen.

Seine schlichten, volkstümlichen und besinnlichen Weisen und Texte, die vorwiegend aus den Alpenländern, aber auch aus ehemaligen deutschen Sprachinseln in Südosteuropa stammen, sind besonders geeignet, dem Geheimnis der Menschwerdung des Gottessohnes nahe zu kommen.

Der Madrigalchor eröffnete mit dem Einzug aus dem „Oberuferner Krippenspiel”, der sich vom einstimmigen Summen der Melodie bis zum kunstvollen fünfstimmigen Satz mit Bläserbegleitung durch die Familie Hess steigerte.

„Hiaz is der raue Winter da” und „Wo ist denn im Schnee noch a Wegle zu dir?” - zwei Liedsätze aus Österreich mit Bläser und Saitenbegleitung. Dazwischen versetzte ein „Barbara-Menuett” mit Hackbrett, Zither und Gitarre die Zuhörer in die verschneite Welt der Berge.

Mit Flöten und Gitarrenbegleitung beschrieb der Chor die winterliche Stimmung der „Heiligen Nacht” im Böhmerwald. Der Handglockenchor Aldenhoven schloss dann die „Begrüßung” ab mit den Titeln „Were you there?”, „Dolce” und „Little child”.

Meisterlich spielend zogen die zehn Glockenspielerinnen die Zuhörer mit den absolut tonreinen wertvollen Handglocken in ihnen Bann.

Johannes Becker, der durch das Programm führte, leitete mit „O Jesuskind, komm zu uns her” zur „Verkündigung” über. Aus Bayern stammt das Lied „Gegrüßt seist du Maria”. Stefan Pelzer und Ute Paland sangen die Soli der Verkündigungsszene, von den Saiten und dem Chor begleitet.

Aus dem „schwäbischen Bauernjahr” ging es mit „Es klopft, es klopft” auf die „Herbergssuche” mit der Heiligen Familie, begleitet von den Saiten und einer Blasmusik von Pokorny „Menuett”.

Mit „Auf ihr Hirten von dem Schlaf” aus dem Böhmerwald und „Auf, ihr Frauen, lauft mit Freuden” aus dem Burgenland führte der Chor zur Krippe. Dazwischen weckten die Bläser mit „Kummts Bröida schauts no” die schlafenden Hirten, denen die Saiten noch einen „Hirten-Boarischen” widmeten.

Mit dem „Gloria” stimmte der Chor in den Jubel der Engel ein, bevor der von den Zuhörern lang erwartete Dudelsack mit Geige und Flöte den temperamentvollen Satz aus dem Flachgau, Salzburg „Heißa Buama, stehts gschwind auf” begleitete.

Mit „Away in a manger” und aus Spanien „A la cru” verabschiedete sich der Handglockenchor von den Hirten. Die Freude über die Geburt des Herrn bejubelte das Lied „Niemals war die Nacht so klar” und von Michel „Uns ist ein Kind geboren” für Bläser.

„Ein Kind geboren gar wunderschön” aus dem Alpenvorland und ein „Landlerischer” zum Ausdruck kam.

Mit „Ein Jahr wird nun vergehen” einem „Geigenjodler” und „Ein jedes Jahr hat seinen Sinn” wurde die Bedeutung des Jahreswechsels in der Rückschau auf das alte Jahr und der besonders heutigen bangen Frage: „Was wird uns das neue Jahr bringen?” zum Ausdruck gebracht.