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Herzogenrath: Burg Rode: Jahresausklang mit Jagdhornmusik

Herzogenrath : Burg Rode: Jahresausklang mit Jagdhornmusik

„Sonnenkönig” Ludwig XIV. hätte sich auf Burg Rode am Silvesterabend bestimmt heimisch gefühlt: Die St. Hubertus Jagdhoornblazer aus den Niederlanden verabschiedeten das Jahr 2004 mit historischen Liedern, die zur Zeit des französischen Königs (1638-1715) bei der Hetzjagd gespielt wurden.

Der Kulturverein Burg Rode, der seit seiner Gründung im Jahre 1987 traditionell den letzten Tag des Jahres mit Musik ausklingen lässt, hatte das kleine Open-Air-Konzert organisiert.

Im Laufe der Jahre ist die Schar derer, die das besinnliche Silvester-Event auf der Burg genießen, immer größer geworden. 300 Personen ließen sich von der feierlichen, aber dennoch lockeren Atmosphäre auf dem Burghof verzaubern, lauschten den Jagdhornbläsern aus Niewenhagen. Dirigiert wurden die Bläser von dem Niederländer Harry Reumkens, der nicht nur dem Kuratorium von Burg Rode angehört, sondern auch künstlerischer Direktor des WMC im Sommer ist. Burg Rode ist an dem größten Blasorchester-Wettbewerb der Welt mit acht Konzerten beteiligt.

Musik und Getränke gratis

„Mit dem Silvesterkonzert möchten wir uns bei all denjenigen bedanken, die unsere Veranstaltungen besuchen und uns unterstützt haben”, sagte Getraud Wolf, Vorsitzende des Kulturvereins, die mit ihren Helfern alle Hände voll zu tun hatte, Glühwein und Saft zu verteilen. Sowohl Musik und Getränke gab es gratis. Wolf: „Das ist unser Dankeschön.”

In den vergangenen vier Jahren erfüllten die Klänge von Dudelsackspielern das alte Gemäuer. Mit den St. Hubertus Jadghoornblazern, die zum ersten Mal auf der Burg von Herzogenrath auftraten, probierte der Verein etwas Neues aus. Und wie das Dudelsackspiel entsprach auch das Jagdhorn-Orchester voll und ganz den Erwartungen.

Es gab allerdings eine Schwierigkeit: Der Weg zum Burghof ist stellenweise nicht beleuchtet. Besonders die älteren Zuhörer taten sich schwer, mussten größte Vorsicht walten lassen, um im Stockdunklen auf der nassen Treppe nicht den Halt zu verlieren. „Wenn hier mal einer ausrutscht, kann das bös ins Augen gehen”, befürchtete eine ältere Dame, die von einem jungen Mann am Arm festgehalten wurde.