Herzogenrath: Bummeln und einkaufen rund um die Burg

Herzogenrath : Bummeln und einkaufen rund um die Burg

Bange Blicke gen Himmel gab es am Samstagabend auch in Roda zur Genüge, auch wenn es am Ende weitgehend trocken blieb. Vor allem beim zur schönen Tradition gewachsenen Dämmerschoppen der Stadt Herzogenrath am Abend vor dem Burgfest waren aber Jacken das modische Accessoire Nummer eins, um vor allem dem kalten Wind einen passenden Widerstand zu liefern.

Dennoch genossen die Gäste schon bei der Vorpremiere der inzwischen 31. Auflage des Burgfestes die Klänge der beliebten Tribute-Band „Fahrerflucht“ und feierten mit vielen bekannten Liedern den Samstagabend.

Allerlei fahrendes Volk und Leute vom Hofe: Rund um die Herzogenrather Burg ging es recht bunt zu.

Ein Stückchen weiter burgabwärts hatten sich auf der dann erstmals teilweise schon am Samstag gesperrten Kleikstraße ein paar Ritter und Gaukler versammelt, um den Menschen einen kleinen Einblick in den Lebensalltag vor vielen hundert Jahren zu geben. Noch etwas weiter in Richtung Zentrum war auf dem Ferdinand-Schmetz-Platz richtig was los: gut aufspielende Coverbands wie „Auweih“ und „Easy“ gaben sich hier das Mikrophon in die Hand, eine kleine, aber feine Budenkirmes lockte nicht nur die jüngeren Besucher, und flotte Fahrgeschäfte rundeten das Vergnügen ab.

Verkaufsoffener Sonntag

Vor allem am verkaufsoffenen Sonntagnachmittag waren hier viele Menschen anzutreffen. Sie genossen nicht nur die speziellen Angebote zum Burgfest in Herzogenrath, sondern nutzten vor allem auch das gastronomische Angebot der ortsansässigen und „fliegenden“ Anbieter, um sich endlich einmal bei frühlingshaftem Wetter an frischer Luft das lang vermisste Stückchen „Dolce Vita“ um die Nase wehen zu lassen.

Dem kurzen Entspannen vom Alltag in der Außengastronomie stand reges Treiben im Zentrum von Herzogenrath-Mitte gegenüber, von der Apolloniastraße über den Ferdinand-Schmetz-Platz bis zur Kleikstraße hoch zur Burg waren viele tausend Menschen unterwegs. Sie nahmen natürlich nicht nur die vielen leiblichen Genüsse in Anspruch, sondern ließen sich auch vom speziellen Gefühl des Burgfestes anstecken.

Gaukler verzaubern Gäste

Da verzauberten Gaukler die Gäste mit eher unbekannten Spielarten mittelalterlichen Lebens, Spielens und Entspannens, Kunsthandwerk wurde live vor Ort erschaffen und feilgeboten und ein Puppenspieler brachte Freude in viele glänzende Kinderaugen.

Mit von der Partie waren natürlich auch die Veranstalter mit dem Gewerbeverein Herzogenrath, der Stadt Herzogenrath, dem Stadtmarketing und dem Verein „Burg Rode“, die nicht nur bei der offiziellen Eröffnung am Sonntagnachmittag viele Hände schüttelten.

Mit viel Musik war für Abwechslung gesorgt, hier machten sich das Trommler- und Pfeiferkorps Herzogenrath, die Kapelle Straß, die Harmonie-Vereins Cäcilia aus Afden, der Instrumentalverein Herbach und die Kindertanzgruppe Lauber mit tollen Klängen und abwechslungsreichen Darbietungen viele Freunde.

So wurde Roda auch beim 31. Burgfest seinem Motto „Besuchen Sie die Rodastadt — Hier bin ich richtig!“ wirklich gerecht.

(mabie)
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