Baesweiler: Bürgerversammlung zur Umgestaltung der Kückstraße in Baesweiler

Baesweiler : Bürgerversammlung zur Umgestaltung der Kückstraße in Baesweiler

Ein bisschen „Murren“ von wenigen Geschäftsleuten war dann doch nicht zu verhindern. Dennoch: Der weitere Umbau der Kückstraße wird ohne große Gegenwehr aus der Bürgerschaft seinen Lauf nehmen. Bei der Bürgerversammlung, die in der Alten Scheune des Kulturzentrums Burg Baesweiler Stadt und Anwohner an einen „Tisch“ brachte, war zu vernehmen, man rede miteinander. Und das auf überwiegend sachlicher Ebene. So, wie sich das Bürgermeister Willi Linkens zur Begrüßung auch von allen Beteiligten gewünscht hatte.

Linkens: „Wir arbeiten nicht gegen-, sondern miteinander und versuchen in jeder Weise, Rücksicht zu nehmen“. Man habe für die Umbauarbeiten einen Zeitpunkt ausgewählt, „in dem es am wenigsten wehtun soll“. Zudem, das unterstrich der Bürgermeister, „haben wir ein Konzept erstellt, das keinerlei Beiträge notwendig werden lässt“.

Noch vor einer guten Woche war im Vorfeld negative Kritik geäußert worden. In erster Linie monierten Geschäftsleute der Kückstraße, dass durch das Vorgehen der beauftragten Baufirma im oberen Bereich der Kückstraße (Nähe Reyplatz) bei der Kanalsanierung und Anlage der Hausanschlüsse „Kunden vergrault würden“. Dies war zur Bürgerversammlung kein hörbares Thema mehr, offenbar hat die Stadt — wie von der Technischen Dezernentin Iris Tomczak-Pestel angekündigt — sehr zeitnah reagiert und die Problematik mit der betroffenen Baufirma aus der Welt geschaffen.

Wie es nun weitergeht, verdeutlichte der verantwortliche Planer Jan Siebenmorgen in einem 45 Minuten dauernden Referat. Ganz wichtig sei es den Planern und der Stadt, dass man mit nur wenigen Vollsperrungen der vier betroffenen Straßenbauabschnitte zwischen Reyplatz und Anschluss Löffelstraße auskomme. Die Kückstraße verlange einen sehr großen Sanierungsbedarf, bewertete Jan Siebenmorgen die ganze Maßnahme.

Durchgehend werde man neue Baumbeete, Anpflanzungen, ein neues Beleuchtungs- und Grünkonzept sowie alternierende Parkplätze anlegen. Die Fahrbahn wird eine maximale Breite von 3.50 Meter bekommen und mit einem neuen Belag versehen. Man will insgesamt eine sichtbare Veränderung schaffen, eine neue Nutzungsvielfalt, die Wettbewerbsfähigkeit in der Region soll erhalten bleiben, die Aufenthaltsqualität soll gesteigert und Voraussetzungen für ein kundenfreundliches Angebot erstellt werden.

Die Umbauarbeiten des ersten Abschnittes beginnen am 2. Mai und sollen am 7. Juni beendet sein. Aus der allerdings Planung herausgenommen wurde der Kreuzungspunkt Grengracht/Easingtonstraße/Kückstraße. Siebenmorgen: „Das würde uns zu viel Zeit wegnehmen. Deshalb wurde dieser Punkt gestrichen“.

In „halbseitiger Bauweise“

In überwiegend „halbseitiger Bauweise“ soll der Abschnitt 1 fertig werden, so dass die Straße noch befahren werden kann. Eine Einschränkung dabei: 1,5 Wochen Vollsperrung werden wohl notwendig. Im zweiten Abschnitt, ab Kreuzungspunkt Easington-/Kückstraße, werde unter anderem eine „Platzsituation“ geschaffen. Mit Spielgeräten, besonderer Beleuchtung und Schaffung einer neuen Aufenthaltsqualität.

Hier beginnen die Arbeiten am 11. Juni und enden voraussichtlich Ende Juli. Jan Siebenmorgen erklärte, dass eine vierwöchige Vollsperrung unumgänglich sein. Abgemildert durch die Einrichtung des Zweirichtungsverkehres bis zum Abschluß der Arbeiten. Sechs Wochen Vollsperrung könnte der 3. Abschnitt — Kückstraße bis Anschluss Löffelstraße — nach sich ziehen. Bis zum 10. September möchte man dort fertig sein, um abschließend den 4. Abschnitt, den Kreuzungspunkt an der Löffelstraße zur Kückstraße, in Angriff zu nehmen.

Gemeinsam getragen

Hatte man 1987, zum völligen Umbau der Kückstraße noch den Eindruck, dass das Tischtuch zwischen Stadt und Anwohnern/Geschäftsleuten völlig zerschnitten war, so durfte aus dieser Veranstaltung mitgenommen werden, dass man gemeinsam die neue Linie tragen wird.

Denn damals wie heute war absehbar, dass man eine schöne und attraktive Umgebung bekommt. Auch wenn sich nur ganz wenige Geschäftsleute darüber mokierten, dass ihnen die Parkplätze für die Kunden (möglichst direkt vor der Tür) fehlen würden. Planer Jan Siebenmorgen stellte dazu allerdings fest: „In unmittelbarer Nähe wird es genügend Parkplätze geben.“

(eik)
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