Würselen: Bürgermeister Arno Nelles (SPD) appelliert an Gemeinschaftssinn

Würselen : Bürgermeister Arno Nelles (SPD) appelliert an Gemeinschaftssinn

Richtig gut gefüllt war am Samstag die Aula des städtischen Gymnasium Würselen, Bürgermeister Arno Nelles (SPD) hatte für die Verwaltung zum traditionellen Neujahrsempfang geladen. Am Eingang wurden alle Gäste vom ersten Bürger der Stadt mit Handschlag begrüßt, unterstützt wurde Arno Nelles dabei von den beiden Beigeordneten und dem Stadtkämmerer.

Im Saal kamen schnell anregende Gespräche zustande, ist dies doch immer die erste und vielleicht auch beste Möglichkeit des Jahres, mit einer solchen geballten Ladung Würselener „Prominenz“ zusammenzukommen.

„Öcher Blues“ mit Dieter Kaspari (v.l.), Uwe Böttcher und Wendelin Haverkamp. Fotos (2): Wolfgang Sevenich. Foto: Wolfgang Sevenich

Den Auftakt zum offiziellen Teil machten dann wie gewohnt die Sternsinger der Pfarre St. Sebastian, die unter der Führung von Michael Lang von den „XXL-Sternsingern“ unterstützt wurden. In diesem Jahr sammeln die Sternsinger unter dem Motto „Gegen Kinderarbeit in Indien“, wozu die anwesenden Gäste dann auch großzügig ihre Geldbörsen öffneten.

Im Anschluss daran trat Nelles ans Mikrofon. In seiner Ansprache galt sein erster Gruß den vielen Vertretern der Würselener Vereine, den Ratsmitgliedern, aber auch Gästen aus dem „Umland“, allen voran Städteregionsrat Helmut Etschenberg, Vertretern der Nachbarstädte aus Alsdorf, Herzogenrath und Simmerath, der Bundestagsabgeordneten Claudia Moll (SPD) sowie den Vertretern der Geldinstitute, dem Würselener Dreigestirn und den Tollitäten aus Bardenberg und Broichweiden. Bei Feuerwehr, Ordnungsamt, dem ehemaligen Bauhof (Kommunale Dienstleistungen Würselen, KDW), Technischem Hilfswerk (THW), Rettungssanitätern und der Polizei bedankte er sich für den großen Einsatz bei den vorangegangenen Wetterkapriolen.

Die eigentliche Rede des Bürgermeisters wanderte dann stets hin und her zwischen Rück- und Ausblick. Der mediale Hype um Martin Schulz war da natürlich zu nennen, der Würselen im überregionalen Bekanntheitsgrad weit nach vorne gebracht hatte und den es nun für die Stadt auszunutzen gelte.

Spatenstich in diesem Jahr

Natürlich sprach Nelles die Entscheidung für den Neubau der Gesamtschule an, zeigte sich überzeugt davon, dass der Spatenstich auf jeden Fall in diesem Jahr erfolgen werde. Die Entscheidung für das zukünftige Sportzentrum am Aquana ist seiner Meinung nach überaus „zukunftsorientiert“, biete es mitten in der Stadt doch für viele Jahre beste Entwicklungsmöglichkeiten. Aber auch das Hallensportzentrum in Broichweiden soll in den nächsten Jahren weiter ausgebaut werden. „Finanziell sind wir auf einem guten Weg, können nicht nur die berühmte schwarze Null schreiben sondern auch weiterhin investieren“, so seine Vorhersage. Die Entwicklung des Rhein-Maas-Klinikums auf Marienhöhe gestalte sich positiv und für den Medizin-Standort Bardenberg sei die Entscheidung der Inoges AG als Betreiber des Schwertbades auch als positiv zu bewerten, den Standort im „Dörflein an der Wurm“ weiter auszubauen.

Nach Jahren des Stillstandes tue sich nun endlich auch auf Merzbrück etwas in die richtige Richtung, neben dem Thema Startbahn nannte der Bürgermeister das Engagement der RWTH am dortigen Flugplatz.

Nelles schloss mit den Worten: „Es kann nur ein geringer Ausschnitt dessen, was das Leben in Würselen im vergangenen Jahr ausgemacht hat, angesprochen werden. Ich konnte auch nur auf ausgesuchte Projekte, die uns 2018 beschäftigen werden, hinweisen. Ich meine jedoch feststellen zu können, dass wir in Würselen auf einem guten Weg sind und kann nur alle bitten, auch im neuen Jahr mit uns daran weiter zu arbeiten, Würselen als eine lebens- und liebenswerte Stadt voranzubringen.“

Zum Abschluss des offiziellen Teils folgte dann ein wahrer Höhepunkt. Auf der Bühne brachten Dieter Kaspari mit Unterstützung von Uwe Böttcher und Wendelin Haverkamp „Öcher Blues“ sowie sinnige und hintersinnige Wortbeiträge zum Besten, was von den begeisterten Gästen mit reichlich Beifall honoriert wurde.

(sev)