Badminton Landesliga: BSC Herzogenrath 1 ist Herbstmeister

Badminton Landesliga: BSC Herzogenrath 1 ist Herbstmeister

Eine Tendenz war früh abzulesen. Schon nach den ersten beiden Spieltagen zeichnete sich ab, dass die erste Mannschaft des Badminton Sport Clubs Herzogenrath in dieser Saison nicht um den Klassenerhalt zittern muss.

Dass sie sich aber nach der Hinrunde Landesliga-Herbstmeister nennen darf, ist dann doch eine kleine Überraschung. Auch die zweite und fünfte Mannschaft des BSC waren bisher gut unterwegs, die Teams drei und vier befinden sich dagegen im Abstiegskampf.

Erste Mannschaft

Die erste Hälfte der Saison hätte nicht viel besser laufen können. Sechs Siege holte das neu formierte Team (Jan Schulte und Niklas Mambréy schlossen sich dem BSC an) aus den ersten sieben Spielen, lediglich eine Niederlage kassierte die erste Mannschaft ersatzgeschwächt. Das Sahnehäubchen gab es am letzten Hinrundenspieltag: Beim damaligen ersten Verfolger, dem BV Aachen 2, setzten sich die Herzogenrather souverän mit 7:1 durch. Allen voran die starke Quote in den Herreneinzeln sorgte für den Höhenflug: Von insgesamt 21 Spielen entschieden die  BSCler 19 für sich. Die ersten drei Rückrundenbegegnungen dürften richtungsweisend im Kampf um den Aufstieg in die Verbandsliga werden, da fast ausschließlich direkte Duelle der ambitionierten Teams anstehen.

Zweite Mannschaft

Viel hat nicht gefehlt, und die zweite Mannschaft wäre mitten drin im Aufstiegsrennen. Da gegen die beiden Bezirksliga-Spitzenteams BV Aachen 3 und Hertha Walheim aber jeweils eine knappe 3:5-Pleite stand, endete die Hinrunde mit 9:5 Punkten auf Platz drei. Gepunktet wurde besonders über die Herrendoppel: Von 13 Begegnungen gingen nur drei an die Gegner. Das lag auch an Neuzugang Michael Koch, der bisher erst einmal nach einem Doppel das Feld als Verlierer verlassen musste. Ob die Herzogenrather noch einmal ganz vorne angreifen können, werden die Spiele gegen die beiden Top-Mannschaften in der Rückrunde zeigen.

Dritte Mannschaft

Nach dem souveränen Aufstieg aus der Bezirksklasse wurde das Gesicht der Mannschaft ein wenig verändert. Dass es – unabhängig von der personellen Konstellation – eine schwere Spielzeit werden würde, war schon im Vorfeld klar. Die Herzogenrather liegen nach der Hinrunde zwar auf dem ersten Abstiegsplatz in der Bezirksliga, der Rückstand auf das rettende Ufer beträgt aber lediglich einen Punkt. Die Ergebnisse und Leistungen konnten sich durchaus sehen lassen, vor allem wenn man bedenkt, dass Verletzungssorgen das Team geplagt haben. Sollte BSC 3 ohne Personalprobleme durch die Rückrunde kommen, könnte am Ende der Ligaverbleib gefeiert werden.

Vierte Mannschaft

Dass der Klassenerhalt in dieser Spielzeit einer Sensation gleichkäme, war allen Beteiligten vor Saisonbeginn klar. Denn schon der Aufstieg der vierten Mannschaft aus der Bezirksklasse in der vorherigen Spielzeit war eher unplanmäßig. Aktuell sind die Herzogenrather zwar das Schlusslicht ihrer Staffel, in einigen Partien stellten sie aber unter Beweis, dass sie mithalten können. Das gilt besonders für Daniela Sommer, die die Hälfte ihrer Spiele gewann. Sollte BSC 4 in der Rückrunde die direkten Konkurrenten im Kampf um den Klassenerhalt besiegen, würde der große Traum von der Sensation ganz neue Nahrung erhalten.

Fünfte Mannschaft

Die Hinrunde hätte für die fünfte Mannschaft nicht viel besser laufen können. Das einstige Kellerkind hat sich zu einem ernstzunehmenden Aufstiegskandidaten gemausert und liegt nach sieben Spielen auf Platz zwei. Der Rückstand auf Kreisliga-Spitzenreiter Rheinland Übach beträgt zwar drei Punkte, er könnte allerdings auf einen Zähler schrumpfen, wenn die Herzogenrather am Wochenende das erste Rückrundenspiel gewinnen. Der Zug Richtung Bezirksklasse ist somit noch lange nicht abgefahren, und es könnte durchaus sein, dass BSC 5 zum ersten Mal seit vielen Jahren wieder um den ersten Platz mitspielt.

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