Brunssum und Alsdorfer feiern Städtepartnerschaft

Städtepartnerschaft : Sportliche Wettkämpfe ausgetragen zwischen Brunssum und Alsdorf

Akteure aus Alsdorf und Brunssum feierten die 30-jährige Städtepartnerschaft mit sportlichen Wettkämpfen. Es gab insgesamt fünf sportliche Vergleiche. Vier davon hatten die Alsdorfer bereits gewonnen.

Der Flachs blühte. Vor dem letzten sportlichen Vergleich zwischen den Partnerstädten Alsdorf und Brunssum teilten beide Kommunen nochmals richtig aus. Bevor der erste Ball auf der Adventure-Golfbahn am Kahnweiher geschlagen wurde, gingen Alsdorfer und Brunssumer verbal in die Vollen.

Nach vier bereits gewonnenen Wettbewerben wollten die Alsdorfer Gastgeber gegen ihre niederländischen Freunde ohne „Gegentor“ bleiben. Also nahm Alsdorfs Bürgermeister Alfred Sonders den Block mit den Punktezetteln selbst in die Hand. Lachend begründete er dies: „Wer am besten fudeln kann, soll auch die Schriftführung übernehmen!“

So stellte sich Sonders mit seiner Kollegin Birgit Graf - zuständig für die Partnerschaft auf Alsdorfer Seite und mit besonderer Geschicklichkeit ausgestattet - und Peter Steingass, Vorsitzender der Aktionsgemeinschaft Stadtmarketing Alsdorf,  den Niederländern Carolus de Rijck, Beigeordneter und Vizebürgermeister Brunssums, Frans Kals und Roger Gordijn.

Die wiederum hänselten ihre Alsdorfer Kollegen vor dem Golf-Match:, „Wir gewinnen dafür das Nations-Cup-Spiel gegen Euch mit 4:0. Dann wird Jogi Löw wackeln!“ Leider sollte diese Prophezeiung der Realität sehr nahe kommen. Deutschland verlor 0:3.

Auf Videobeweis verzichtet

Am Ende des gemütlichen Spaziergangs über die Golfbahn – eine der Attraktionen des Freizeitgeländes rund um den Tierpark – stand ungefähr ein 104:107 zu Buche. Allerdings war nicht mehr festzustellen, für wen eigentlich. Beide Mannschaften nahmen für sich in Anspruch, den Vergleich gewonnen zu haben. Dennoch will man künftig auf den Videobeweis verzichten.

Sie verstehen sich halt, Alsdorfer und Brunssumer. Die beiden ehemaligen „Kohlemetropolen“ am Westzipfel NRW und in Limburg haben Riesenspaß am freundschaftlichen  Austausch. Ob das nun beim Fußball ist – als Alemannia Mariadorf das niederländische Langeberg mit 3:2 niederrang - oder auch beim Bowling der Rathaus-Teams oder beim Tennis, bei dem man Mixed-Teams aus beiden Nationen gegeneinander spielen ließ.

Den ganz großen Triumph schafften die Handballer von Blau-Weiß Alsdorf, als sie Brunssum mit 32:27 schlugen.

Am liebsten hätte man auf beiden Seiten auch noch die Karnevalisten antreten lassen, aber dafür ist es noch ein paar Wochen zu früh. Ende Februar wird man sich mit großen Delegationen gegenseitig die Aufwartung machen „Ich bin immer wieder begeistert, wie das zwischen uns funktioniert“, unterstrich Sonders einmal mehr das harmonische Miteinander mit den Nachbarn aus Brunssum.

Das drückte sich auch beim abschließenden Festabend im Langhaus mit Siegerehrungen aus. Bevor Stadtbediensteter Marc Gillessen die musikalische Unterhaltung am Keyboard übernahm. Brunssums Vizebürgermeister Carolus de Rijck punktete mit einer erfrischend humorigen Rede und stellte fest, „unsere Verbindung ist mehr als nur eine Freundschaft“. Den Pokal, der ihm von Sonders überreicht wurde, mochte er aber lachend zurückgeben, „Nee, nee, mein lieber Alfred, den wollen wir nächstes Jahr bei uns gewinnen und dann behalten.“

Schmerzlich vermisst wurde bei diesem Festabend von beiden Seiten der Alsdorfer Organisator der Freundschaftswoche, Holger Bubel.

Er hatte sich beim Handballspiel einen Achillessehnenriss zugezogen und lag flach - und verfolgte daheim das Handballbundesligaspitzenspiel zwischen THW Kiel und Rhein-Neckar-Löwen. Zumindest linderte der Sieg der Kieler seinen Schmerz.

(mas)
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