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Kerkrade: Bronzenes Denkmal für einen Freund der Abtei

Kerkrade : Bronzenes Denkmal für einen Freund der Abtei

Rolduc hat ihm viel zu verdanken: Monsignore Jef Stassen (1921-2001) hat Rolduc von 1970 bis 1990 geleitet. Beim Auftakt zum 900-jährigen Jubiläum des einstigen Klosters setzten das Bistum Roermond als Träger des Hauses ein Zeichen des Dankes.

Im Eingangsbereich des dort untergebrachten Hotel- und Kongresszentrums erinnert seit Samstagabend eine bronzene Porträtbüste an den verdienten Priester.

Während sich die meisten der nach Hunderten zählenden Festgäste schon zum Umtrunk in den großen Speisesaal begaben, versammelte sich eine handverlesene Schar von Gästen im Entrée.

Dabei waren Mitglieder des örtlichen Lions-Clubs, die das Kunstwerk der Maastrichterin Marjo Boesten (mit)finanziert hatten, Vertreter der Stiftung „900 Jahre Rolduc” um ihren Vorsitzenden sowie die Geistlichkeit mit den Bischöfen Frans Wiertz (Roermond) und Heinrich Mussinghoff (Aachen) an der Spitze.

Flut an Farbe und Ornamenten

Auch wenn Stassen nicht mehr selber lebt - er lebt in den vielen, die ihm vieles verdanken. Dies unterstrich auch Bischof Wiertz in seiner Widmungsansprache. Aber nicht nur das: Stassen ist auch die jüngste Restauerierung der einstigen Abteikirche zu verdanken, die heute mit einer überwältigenden Flut an Farbe und Ornamenten den Besucher überrascht.

Wer nun die Gäste beobachtete, die in der drängend vollen Eingangshalle an der Skulptur vorbeidefilierten merkte: Sie nahmen das Porträt in Liebe auf. Indes: Von Liebe zeigt auch, wie Bildhauerin Marjo Boesten ihr Werk angelegt hat. Stassen trägt die Front von Rolduc vor sich, als ob er sie in den Falten seines Gewandes schützend bergen wollte - ein eindrucksvolles, fast zärtliches Zeugnis dessen, was die alte Abtei für ihren Direktor, den Monsignore, bedeutet hat.