Herzogenrath: Brings bringen Burg Rode zum Beben

Herzogenrath: Brings bringen Burg Rode zum Beben

Die Aussicht auf den Burggarten, die man sich bei einer kleinen Feierpause vom Aufgang hinauf zum Burghof gönnen konnte, war elektrisierend. Hunderte Fans bildeten ein Meer aus Menschen, das das kölsche Quintett sprichwörtlich in Wallung brachte.

Nach der begeisternden Performance, die „Brings“ bereits im Jahr 2013 bei ihrem ersten Herzogenrather Gastspiel zeigten, waren Erwartungen wie Vorfreude beim erneuten Gastspiel gleichermaßen enorm.

Während die Tickets für das Event bereits binnen weniger Wochen restlos ausverkauft waren, stieg die Aufregung bei den glücklichen Kartenbesitzern beinahe stündlich. „Wir haben die Jungs zuletzt im vergangenen Jahr in Köln live gesehen. Als wir vom Burgkonzert hörten, mussten wir sofort zuschlagen“, verrieten Kim Szeniaw und Robert Burtulow aus Merkstein.

Bei Sonnenuntergang verwandelte sich der idyllische Burggarten in ein „rockiges Wohnzimmer“, fand nicht nur Nadine Schwartz vom städtischen Kulturamt, welches als Ausrichter fungierte.

Ironischerweise konnte sie sich das erste mal wirklich entspannen, als ringsum die Stimmung am Siedepunkt war: „Die Vorbereitungen waren schon sehr umfangreich. Erst jetzt fällt der gesamte Druck wirklich ab, weil alles glatt gelaufen ist.“

Selbst eine kleine, zwischenzeitliche Störung bei der Stromversorgung konnte sowohl Schwartz als auch die Bandmitglieder Peter und Stephan Brings, Kai Engel, Harry Alfter, sowie Christian Blüm nicht mehr schocken.

Der fehlende Saft am Verstärker und Mikrophon wurde minutenlang von den stimmgewaltigen Kehlen der Fans kompensiert — ein wahrer Gänsehautmoment.

(yl)
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