Außergewöhnliches Konzert: „Brandt & Flamm Klassik Jazzduo“ begeistert in der Kirche

Außergewöhnliches Konzert : „Brandt & Flamm Klassik Jazzduo“ begeistert in der Kirche

Es war eine gute Entscheidung der Verantwortlichen der Gemeinde St. Cornelius Hoengen, im Rahmen der diesjährigen Cornelius-Oktav, die eine Woche lang in der Gemeindekirche St. Cornelius stattfand, ein Klassik-Jazz-Konzert anzubieten. Die Besucher zeigten sich bebesonders von der Neuinterpretation „Kirchenlieder und Klassik“ beeindruckt.

Hierfür hatte man mit dem „Brandt & Flamm Klassik Jazzduo“ professionelle Musiker verpflichtet, welche Klassiker zu modernem Jazz verwandeln, ob Bach, Beethoven oder Chopin, als hätten sie nie anders geklungen, Brandt als Keyboarder und Flamm als Klarinettist und Saxophonist. Ein Duo, das sich gesucht und gefunden hat.

Der Alsdorfer Franz Brandt machte sich einen Namen als Keyboarder der legendären Rockjazz-Formation „at“ und war auch mit dem „Franz-Brandt-Quartett“ erfolgreich unterwegs. Der aus Aachen stammende Johannes Flamm ist mit klassischer Musikausbildung ein glänzender Klarinettist und Saxophonist.

Franz Brandt sagte die Musikstücke mit viel Hintergrundwissen an und erzählte zwischen den Stücken mit humorvollen Einlagen einiges zum Leben der Komponisten.Das Programm war im Wesentlichen dreigeteilt: Klassische Musikliteratur neu arrangiert und verjazzt, drunter auch „Freude schöner Götterfunken“ von Beethoven als Rock n Roll —Version, „Helle Nächte“ von Tschaikowski, wobei die schöne Ballade mit dem bekannten Steigerlied „Glück-Auf“ vermischt ist. Aber auch „Maria“, frei nach Johann Sebastian Bach, empfundene Eigenkomposition von Franz Brandt, war eindrucksvoll.

Der zweite Programmabschnitt war den Kirchenliedern „Vom Himmel hoch, da komm ich her“, „Macht hoch die Tür, die Tor macht weit“ und „Ein Haus voll Glorie schauet“, außergewöhnlich arrangiert im Swingstil der 50er Jahre, gewidmet.

„Klassik und Kirchenlieder werden zu Jazz und klingen teils wie Rock, Soul oder Blues“, so Franz Brandt. Dann hatte es die geforderte Zugabe als dritter Programmteil „Aachener Lieder“ besonders in sich. Durch zahlreiche Oecher Lieder wie „„Wir sind alle male Öcher Jonge“ oder „Et flog en fot et dach erop“ zeigten sich die Besucher begeistert und gingen kräftig mit.

Höhepunkt und Abschluss zugleich war das wunderbare Stück „Wenn övver Oche de Sonn ongerjeäht“. Es wird im Arrangement des Duos Brandt & Flamm endgültig zum Gospel. Schöner und eindrucksvoller konnte das Jazz Konzert nicht enden. Entsprechend lang anhaltender Beifall war der verdiente Lohn für das außergewöhnliche Konzert in einem Gotteshaus.

(rp)
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