Würselen: Brandstiftung in Würselen: Verdächtiger festgenommen

Würselen: Brandstiftung in Würselen: Verdächtiger festgenommen

Drei Brände innerhalb kurzer Zeit hielten die Feuerwehr in Würselen am Samstagmorgen auf Trab. Erst brannte gegen 4.30 Uhr ein Auto an der Krefelder Straße, dann wenig später Müllcontainer an der Kaiserstraße und schließlich der alte Teil des Vereinsheims des Tennisclubs Würselen 1970 (TC 70) an der Tittelstraße. Hier ging der Alarm um 5.45 Uhr ein.

Die Hauptwache der Feuerwehr Würselen wurde laut Wehrsprecher Ralf Jüsgens durch die Löschzüge Würselen-Mitte und Broichweiden verstärkt, um ein Übergreifen der Flammen in der Kernstadt Würselen auf weitere Fahrzeuge oder gar Häuser zu vermeiden und zumindest den neueren Teil des Vereinsheims des Tennisclubs vor den Flammen zu bewahren. Rund 40 Feuerwehrkräfte waren im Einsatz. Die Polizei reagierte umgehend mit einer intensiven Fahndung und setzte auch einen Hubschrauber ein, um zu verhindern, dass durch Brandstiftung weiteres Unheil angerichtet wird. Wie die Leitstelle der Polizei im Polizeipräsidium Aachen auf Anfrage bestätigte, stellten die Beamten einen Verdächtigen und nahmen ihn fest.

Nicht bestätigten konnte die Leitstelle, dass es sich um mehrere Personen handelt, die unter Verdacht stehen, am frühen Samstagmorgen möglicherweise unter Alkoholeinfluss durch Würselen gezogen zu sein und die Brände gelegt zu haben. Wie anderweitig zu erfahren war, soll sich die Gruppe auf ihrem Weg der Verwüstung schließlich getrennt haben. Einige sollen Richtung Aachen entkommen sein. Der besagte Verdächtigte, der der Polizei ins Netz ging, wird intensiv vernommen.

Für die Mitglieder des Tennis-Clubs Würselen 1970 sollte der Samstag eigentlich der Saisonauftakt sein. Die zum vereinbarten Herrichten und Säubern der Anlage anrückenden Vereinsmitglieder sahen sich aber mit einer ausgebrannten Ruine des alten Teils ihres Vereinsheims konfrontiert. Das verwüstete Gebäude wurde abgesperrt und darf wegen Einsturzgefahr auch nicht mehr betreten werden.

Vereinsvorsitzender Paul Eichelmann sagte vor Ort am Samstagvormittag, dass die Feuerwehr den Verein gegen 7.10 Uhr von dem Brand in Kenntnis gesetzt habe.

Zum Glück habe die Wehr ein Übergreifen des Feuers auf den neueren Teil des Vereinsheims, der im Jahre 1990 errichtet wurde, verhindern können. Dennoch ist der Schaden groß. In dem alten Clubhaus lagerten Gartenmöbel, Sonnenschirme und anderes Material, wie auch die Netze. Die waren zum Glück bereits installiert und wurden nicht ein Raub der Flammen, so dass der Spielbetrieb nun beginnen kann. Leider wurden auch die Utensilien einer Teilgruppe des Tennisvereins, die das Bouléspiel pflegt, zerstört.

„Der Sicherungskasten ist völlig verschmort“, sagte Vereinsvorsitzender Eichelmann. Aber das zuständige Versorgungsunternehmen wolle zur Überbrückung die Vereinsanlage mit „Notstrom“ versorgen. „An unserem alten Clubheim hängen viele Erinnerungen“, sagte Paul Eichelmann, dessen Vater Peter der Vorsitzende zur Gründungszeit des Vereins war. „Wir haben hier viele schöne Feste nach unserem Spielen und Turnieren gefeiert.“ Dass sich der rund 200 Mitglieder zählende Tennisverein durch die Brandstiftung aus der Bahn werfen lässt, ist nicht zu befürchten. Überall auf der Anlage waren am Samstagvormittag Freunde des Tennis im Einsatz, die Schläger und Sportsachen gegen Arbeitskleidung und Reinigungsgeräte ausgetauscht hatten. Spiel, Satz und Sieg gehen hier eindeutig an den Teamgeist.

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