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Brand einer Trafostation sorgt für Stromausfall am Freitag in Würselen

Würselen im Dunkeln : Brand einer Trafostation sorgt für Stromausfall

Weil eine Trafostation Würselen gebrannt hat, war am Freitagabend in einigen Teilen der Stadt der Strom ausgefallen. Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot vor Ort.

„Kellerbrand“ lautete der Notruf, der in der städteregionalen Leitstelle am Freitagabend um 19.07 Uhr aus der Bahnhofstraße in Würselen einging. Vor Ort stellte sich heraus: ein in einem Wohnhaus integrierter Verteilerkasten war in Brand geraten. Von dem Feuer wurde in der Folge auch eine Trafostation des Energieversorgers „enwor“ betroffen, was in etlichen Straßen Würselens und Broichweidens zu teilweise stundenlangem Stromausfall führte.

Die Feuerwehr war mit einem Großaufgebot angerückt. Kräfte der Feuerwache, der Löschzüge Würselen-Mitte und Broichweiden sowie der Führungsgruppe waren mit 83 Mann vor Ort. Zunächst wurde eine Bewohnerin des Hauses, aus dessen Kellerbereich dichter Rauch drang, über eine Drehleiter aus ihrer Wohnung in Sicherheit gebracht. Die übrigen Bewohner hatten das Gebäude bereits verlassen. Nachdem der Betreiber die Anlage stromlos geschaltet hatte, gaben sich die Feuerwehrkräfte an die Löscharbeiten.

Weil wegen des Feuers in der Umspannstation der Strom in großen Teilen Würselens und Broichweiden ausgefallen war, wurde die Bevölkerung über Medien und die Katastrophenwarn-App „Nina“ informiert, dass in der Feuerwache ein Anlaufpunkt für Notfälle eingerichtet worden ist. Für die Feuerwehr dauerte der Einsatz etwa bis Mitternacht, die Mitarbeiter des Energieversorgers hatten derweil länger zu tun.

„Um 4.30 Uhr waren alle Straßen wieder mit Strom versorgt“, erklärte Ina Albersmeier, Leiterin der Stabsstelle Marketing/Presse bei der „enwor“, auf Anfrage. Etwas mehr Zeit hatte in Anspruch genommen, die Straßenbeleuchtung wieder herzustellen. Die Polizei sei in den vom Stromausfall betroffenen unbeleuchteten Straßen für die Dauer der Reparatur verstärkt Streife gefahren. Schlussendlich sei ein Beleuchtungskasten aufgestellt worden, der die Straßenlaternen übergangsweise mit Strom versorge.

Das Feuer war vermutlich aufgrund eines Kurzschlusses ausgebrochen, sagte Albersmeier. Als Übergangslösung, um alle Haushalte wieder mit Strom versorgen zu können, sei „gemufft“ worden. Das bedeutet, die schadhafte Stelle wird mit Ringleitungen umgangen. Die Trafostation liege jedoch „in Schutt und Asche“ und müsse ersetzt werden. Ein Austausch könne allerdings erst im neuen Jahr angegangen werden.

Der Schaden, so Albersmeier, liege bei mehr als 100.000 Euro, alleine was die beschädigten Geräte betrifft. Hinzu kämen einige Hausfassaden, die durch Rauch und Ruß in Mitleidenschaft gezogen worden seien und wahrscheinlich neu gestrichen werden müssen.

Nachdem die „enwor“ um 19.13 Uhr über den Brand informiert worden war, seien um 20.26 Uhr große Teile der vom Stromausfall betroffenen Straßen in Würselen und Broichweiden bereits wieder am Netz gewesen. Seit 6 Uhr am Samstagmorgen ist die Stromversorgung insgesamt wiederhergestellt.

Wie über die Notfall-App „Nina“ am Freitagabend um 20.43 Uhr mitgeteilt wurde, waren folgende rund 30 Straßen ohne Strom:

Arminstraße, Friedrichstraße, Burgstraße, Kaiserstraße, Pützbenden, Industriestraße, Buschstraße, Jülicherstraße, Hauptstraße, Burgstraße, Krefelderstraße, Gouleyerstraße, Jahnstraße, Weststraße, Weihweg, Lehnstraße, Elchenratherstraße, Nordstraße, Bahnhofstraße, Honigmannstraße, Johanisterhof, Rudolstraße, Blumenstraße, Mittelstraße, Willy Brand Ring, Krottstraße, Poststraße.

(tv)