Würselen: „Bordun” feiert jetzt Premiere im Metropolis

Würselen: „Bordun” feiert jetzt Premiere im Metropolis

Auf eine Kurzfilm-Premiere dürfen sich Cineasten im Kommunalen Kino „Metropolis” an der Würselener Bahnhofstraße am Samstag, 26. April um 20 und 21. 30 Uhr freuen.

Präsentiert wird die knapp 30-minütige in der Region entstandene Produktion „Bordun”. Die Premiere erfolgt in Anwesenheit von Regisseur Pierre Hansen, der auch das Drehbuch geschrieben hat, und den Darstellern Tina Fischer, Sven Heinze, Norbert Gerhards, Isabel Hemming und Jürgen Albrecht.

„Bordun” erzählt von Maria Römer, gespielt von Tina Fischer, die ein neues Leben beginnen muss. Einen neuen Job zu finden ist ihre neue Herausforderung, sich selbst zu verlieren ihre neue Bestimmung.

Die Protagonistin bewegt sich nach Angaben von Pierre Hansen in einer Welt, in der sich um sie herum immer mehr mit dem Gedanken tragen und anfreunden, sie könnten fliegen, sie seien Vögel.

Auch Maria ist sich bald nicht mehr sicher: Ist sie selbst ein Vogel? Sie zweifelt und sucht Gewissheit. „Wir wissen in unserer vielfältig manipulierten Welt oft selbst nicht, wo wir dran sind”, gibt Hansen zu bedenken.

Im Sommer 2007 wurde „Bordun” in Aachen mit einer Crew aus Aachener und Kölner Schauspielern und Set-Mitarbeitern gedreht.

Zu Gesprächen bereit

Die Filmmusik wurde von dem in der Aachener Musikszene bekannten Komponisten und Gitarristen Malcolm Kemp geschrieben und von Aachener Musikern unter anderem in der Klangbrücke eingespielt.

Dass Hansen, der als Filmemacher Neuland betrat, der Musik zum Streifen ganz besondere Aufmerksamkeit gewidmet hat, kommt nicht von ungefähr. Er selbst hat Musik studiert und sich dem Jazz verschrieben.

Aus einer fixen Idee wurde ein ansehnliches Projekt. „Als ich das Drehbuch schrieb, habe ich nicht geahnt, was die Sache für ein Ausmaß annimmt”, gesteht Hansen gegenüber der AZ. „Im Freundes- und Bekanntenkreis habe ich viel Unterstützung erfahren. Dabei konnte ich auf sehr professionelle Hilfe zurückgreifen.

Die eigentlichen Dreharbeiten haben rund zehn Tage gedauert”, berichtet Hansen, der in das Projekt danach noch enorm viel Zeit und Energie investiert hat. Er hat nach eigenem bekunden viel dazu gelernt. Jetzt sind alle gespannt drauf, wie der Film beim Publikum ankommt. Im Foyer des Kinos steht das Film-Team zwischen den Aufführungen gerne zu Gesprächen bereit.

Auch der Vorsitzende des Metropolis-Vereins, Uwe Oelsen-Fritz, freut sich auf die Premiere: „Die Uraufführung ist ein Highlight, das prima zum Metropolis passt. Wir werden darauf, wie sich das bei solch einem Anlass gehört, mit einem Glas Sekt anstoßen.” Der Eintritt zur Premiere beträgt fünf Euro, der berechtigt auch dazu die zweite Aufführung zu besuchen.

Das 99 Plätze zählende kleine Kino stellt erneut unter Beweis, dass dort auch dem anspruchsvollen Film gerne ein Forum in der Region geboten wird.

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