Alsdorf: Bohrende Frage in Alsdorf: Wo steckt die Bunkeranlage?

Alsdorf: Bohrende Frage in Alsdorf: Wo steckt die Bunkeranlage?

Was eigentlich als Grünfläche mit der Zweckbestimmung „Friedhof” vorgesehen war, soll nach längerem Vorlauf mit Leben erfüllt werden. Auch auf einem alten Sportplatz sollen wieder Aktivitäten stattfinden.

Es geht um Flächen an der Martin-Struff-Straße und nahe dem Bereich Im Franchsfeld in Hoengen. Im bürokratischen Planungsdeutsch wird der entsprechende Bereich Bebauungsplan Nr. 312 genannt.

Der Alsdorfer Ausschuss für Stadtentwicklung beschloss jetzt, die rechtlichen Voraussetzungen für die Bebauung mit Häusern zu schaffen und die zu hörenden Behörden und die zu beteiligende Öffentlichkeit in Kenntnis zu setzen, auf dass Anregungen und Bedenken gesammelt werden.

Architekt Uwe Schnuis vom Fachbüro Stadtplaner Aachen stellte das Projekt vor. 27 Wohneinheiten, entweder als Einfamilien- oder Doppelhäuser, sollen mit Grundstücksflächen zwischen 360 und 560 Quadratmetern dort ausgewiesen werden.

15 Stellplätze sind demnach am Rande der Erschließungsstraße(n) vorgesehen. Die Anbindung soll über die Martin-Struff-Straße erfolgen, ein Fußweg die Verbindung zum Bereich Im Franchsfeld schaffen. Im nördlichen Bereich will man außerdem einen Spielplatz in einer Größe von maximal 1000 Quadratmetern angelegen.

Bisher wurden per Probebohrungen und Ultraschalluntersuchungen vergeblich nach einer Altlast der Geschichte gefahndet.

Die bohrende Frage lautet: Wo genau steckt das Teil? Es handelt sich um einen alten Luftschutzraum in einer Tiefe von etwa zehn Metern, an dem sich Zeitzeugen bezüglich Lage und Gestalt anders erinnern als alte Unterlagen bzw. Luftaufnahmen es ausweisen, was die Sache nicht einfacher macht. Auch das Wort Stollen fiel.

Ob Stollen oder Bunker - beide Risiken seien zu beseitigen bzw. zu beherrschen, ohne dass Haftungsprobleme auftreten, hieß es seitens des Planungsbüros optimistisch. Mit den Anmerkungen gegenüber dem Planungsbüro, doch bitte genügend Raum für Mülltonnen zur geordneten Abfuhr zu schaffen, mehr Parkplätze heraus zu kitzeln und die Lage des Spielplatzes zu überdenken, brachte der Ausschuss das Vorhaben auf den Weg.

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