Herzogenrath: Bizarre Gestalten bahnen sich einen Weg quer durch die Innenstadt

Herzogenrath: Bizarre Gestalten bahnen sich einen Weg quer durch die Innenstadt

Die Passanten staunten nicht schlecht, als sie an diesem sonnigen Nachmittag durch die Herzogenrather Innenstadt schlenderten. Herrenlose, grellfarbige Schuhe auf dem Ferdinand-Schmetz-Platz kündigten in unscheinbarer Art und Weise ein Tanzprojekt an, welches seine Zuschauer binnen Sekunden in seinen Bann zog.

Bereits zum 13. Mal gastierte die „Compagnie Irene K.“ mit ihrem Open-Air-Festival „Tanzende Stadt — Danse en Ville“ in der Städteregion. Einen getanzten Spaziergang, eine improvisierte Wegstrecke, welche durch ständige Interaktion mit dem Publikum für unvergessliche Momente sorgen will — das ist die innovative Botschaft der „Tanzenden Stadt“. Die organisierende „Compagnie Irene K.“ hatte zahlreiche, internationale Ensembles eingeladen. Den Weg nach Herzogenrath fanden hierbei die Compagnie Didier Theron aus Frankreich, der spanische Solo-Tänzer Chey Jurado, die Liat Dror Nir Ben Gal Dance Company aus Israel sowie die Compagnie Tamadia aus Burkina Faso.

Bizarre Gestalten in pinkfarbenen Fettanzügen eroberten sich einen Weg quer über den Platz. Der Anblick der französischen Delegation, die den Auftakt machte, war zugegebener Maßen gewöhnungsbedürftig. Während ihrer detaillierten Performance führten sie gewollt die Vorstellung menschlichen Auftretens ad absurdum und ließen Realität mit skurril-bizarrer Fantasie verschwimmen. Zeitgenössischer Tanz hat auch in diesem Jahr das Stadtleben wieder für einen Moment zum Stillstand gebracht und seine Besucher in eine Welt der Imagination und Fantasie entführt.

(yl)
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