Kesternich: Bisher jeden Aderlass vertragen

Kesternich: Bisher jeden Aderlass vertragen

Das waren noch Zeiten… Als die gebürtige Woffelsbacherin Maria Küpper-Lenz Anfang der 1960-er Jahre in ihrem Wohnort Kesternich erstmals zur Blutspende beim Deutschen Roten Kreuz des Monschauer Landes ging, sorgten nach erfolgreichem Aderlass ein paar Tropfen Hochprozentiges für gute Stimmung: „Ich kam meist in Gesellschaft meines Bruders, und wir tranken hinterher gern ein Schnäpschen“, berichtet die nun Geehrte.

Freitag Abend erschien die 72— jährige Vielfach-Freiwillige wieder in Begleitung, ihre Freundin Bärbel Wolf war an Jubilarin Küpper— Lenz´ Seite beim Eintrag in die „ewige DRK-Bestenliste“ Sie opferte im Kesternicher Sportheim zum 100. Male ihren kostbaren Lebenssaft zum Wohle des unbekannten, gleichwohl liebsten Nächsten.

Maria Küpper-Lenz hat bislang jede Halblitergabe des Elixieres „gut vertragen, darum will ich weitermachen, wenn die Gesundheit mitspielt“. Ihre Freundin Bärbel ist übrigens schon zwei Jahre eine „Hunderterin plus“.

Maria Küpper-Lenz führte 20 Jahre die bekannte Kesternicher Gaststätte „Scherenschleifer“ und machte längere Zeit Spendenpause, ehe Hermann-Josef Stollenwerk sie in den 1980-er Jahren ermunterte, wieder DRK-Termine wahrzunehmen, was sie seither nie bereute.

Ein positives Beispiel am Rande: Freitag war in dieser Zeitung ein Bericht erschienen, der die aktuelle Problematik mangelnder Blutkonserven insbesondere wegen der Grippewelle beleuchtete, die auch die Nordeifel seit Wochen heimsucht.

Für die Steckenborner Ulrike Vandenboom war dies der Anlass, sich noch am selben Tag in Kesternich als Erstspenderin registrieren zu lassen.

(M. S.)
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