Würselen: Bezirksregierung legt sich bei Supermarkt quer

Würselen: Bezirksregierung legt sich bei Supermarkt quer

„Es gibt — für uns unerwartet — Schwierigkeiten.“ Manfred Schmitz-Gehrmann, Leiter des Würselener Planungsamtes, erläuterte im Umwelt- und Stadtentwicklungsausschuss, warum es mit der von Lidl geplanten Erweiterung des Standorts Am alten Kaninsberg nicht voran geht.

Die Bezirksregierung und der sogenannte „Strikt“-Arbeitskreis haben der Erweiterung nicht zugestimmt, so dass das Verfahren zurzeit nicht weitergeführt werden kann.

Strikt ist ein städteregionales Einzelhandelskonzept, das der Zweckverband Städteregion Aachen bei der BBE Handelsberatung in Auftrag gegeben hatte, unterstützt vom Landesministerium für Bauen und Verkehr. Sinn des Ganzen: Nach Analyse der vorhandenen Strukturen im Jahre 2008 zu bewerten, wo welcher Bedarf für weitere Projekte der Nahversorgung besteht — und wo eben nicht. So spielt zum Beispiel die Frage, inwieweit neue Geschäfte oder Erweiterungen „innenstadtschädlich“ sein könnten, eine Rolle.

Im vorliegenden Falle, so Schmitz-Gehrmann, ist die Aufsichtsbehörde mit Blick auf die „Großflächigkeit“ des Lild-Projekts offenbar zu dem Schluss gekommen, dass „eine Erweiterung zur Sicherung der Nahversorgung nicht erforderlich ist“. Das „landesplanerische Einvernehmen“ sei nicht gegeben. Theo Scherberich (UWG) kritisierte die Haltung der Aufsichtsbehörde. Es sei zu befürchten, dass Lidl „das Feld räumen könnte“.

(-ks-)
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