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Nordkreis: Beschwerden gab es hier ohnehin keine

Nordkreis : Beschwerden gab es hier ohnehin keine

„Das war doch absehbar”, Jürgen Venohr, Fachgebietsleiter im Herzogenrather Rathaus spricht es klar aus: „Das Gesetz hatte schon verloren, als man anfing, alles aufzuweichen. Ich bin ja auch für Nichtraucherschutz. Aber dann soll man das Verbot einfach aussprechen. In anderen Ländern funktioniert das ja auch!”

Und noch ein Aspekt: „Was ist eigentlich mit dem Personal bei all´ den Aufweichungen? Sind das Zweitklassige?”

Viel Aufruhr hatte es um die Einführung des Nichtraucherschutzgesetzes gegeben, besonders wegen der Existenzängste der Inhaber so genannter „Einraumkneipen”. Entsprechende Klagen in Baden-Württemberg und Berlin waren denn jetzt auch erfolgreich -Êweil Eckkneipen eben die gleichen Chancen haben sollen wie Gaststätten, die aus mehreren Räumen bestehen. Bis Ende 2009 sollen die betroffenen Länder ihre Gesetze nachrüsten.

Auch wenn nun eine Signalwirkung für Nordrhein-Westfalen erwartet wird, so gelte natürlich in den Nordkreisstädten wie im ganzen Land noch die bisherige Verbotslage. Aber Probleme haben die Ordnungsämter ohnehin nicht verzeichnet, seitdem das Gesetz in NRW mit dem 1. Juli bindend wurde. 65 konzessionierte Schank- und Speisebetriebe gibt es etwa in der Rodastadt, davon 22 reine Kneipen.

Nur einen Hinweis auf einen Verstoß habe es bisher gegeben. „Das war aber mit einem Telefonat erledigt”, sagt Jürgen Venohr und weist wie seine Kollegen aus den Nachbarstädten darauf hin, dass aufgrund einer Empfehlung des Städte- und Gemeindebundes wegen der laufenden Klagen ohnehin nur „anlassbezogen” kontrolliert werde.