Baugenossenschaft Baesweiler erstellt behindertengerechtes Mietshaus

Sozialer Wohnungsbau : Platz für Menschen mit Handicap

Es ist vollbracht. Zum 1. Juni sind die neun Wohnungen des neuen behindertengerechten Mietshauses am Merberener Weg direkt gegenüber dem Neubaugebiet Baesweiler Süd-West (Kloshaus) bezogen worden.

Gerne öffnen zwei Mietparteien ihre Wohnungen, um den Besuchern zu zeigen, wie gut sie untergekommen sind. Unter anderem ist eine Baesweiler Bürgerin mit einem behinderten Sohn endlich fündig geworden. Errichtet wurde das Haus, das genau auf Höhe der Nahtstelle des jetzt schnell mit Neubauten „volllaufenden“ Abschnitt eins und dem noch zu erschließenden Abschnitt zwei des Wohngebietes liegt, von der Baugenossenschaft Baesweiler. Die Bauzeit betrug zehn Monate.

Schnell „Abnehmer“ gefunden

Vorstand Prof. Dr. Axel Thomas nennt die Höhe der Investition: 1,4 Millionen Euro. Dass der Wohnraum schnell „Abnehmer“ fand, war auf Grund einer Marktanalyse klar. „Und was hier stattgefunden hat, soll als Einladung und Ermunterung auch für private Investoren dienen, sich auch im sozialen Wohnungsbau zu engagieren“, sagt Baesweilers Bürgermeister Prof. Dr. Willi Linkens.

Die neun Wohnungen sind zwischen 50 und 84 Quadratmeter groß. Insgesamt beträgt die Wohnfläche 570 Quadratmeter auf einem 855 Quadratmeter großen Grundstück. Es gibt zwar keinen Keller, aber in jeder Einheit eine Abstellkammer. Zudem können in kleineren Häusern auf dem Grundstück Alltagsgegenstände untergebracht werden. Die Wohnungen sind lichtdurchflutet und hell gehalten. Die Türmaße sind auf körperlich eingeschränkte Menschen (auch Rollstuhlfahrer) abgestellt. Die Belüftung ist optimiert, einschließlich Energierückgewinnung. Je nach Förderweg beläuft sich die Kaltmiete auf 5,25 oder 6,10 Euro pro Quadratmeter und Monat. Acht Stellplätze stehen zur Verfügung. Und nur ein paar Schritte weiter wird derzeit eine neue Kindertagesstätte der Städteregion Aachen errichtet, die zum neuen Kindergartenjahr im August fertiggestellt sein soll – ganz nach dem Grundsatz „kurze Beine, kurze Wege“. Laut Bürgermeister Linkens entstehen im Stadtgebiet parallel zur Aachener Straße 26 weitere sozial gebundene Wohnungen. Ein privater Investor treibt ein Projekt mit zehn und nochmals 20 Wohnungen voran, von denen optional ein Drittel nicht sozial gebunden errichtet werden können. Der Bedarf sei jedenfalls weiter gegeben.

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