Bardenberg: Denkmal erinnert an einstige Schultage

Denkmal an Jubiläumsfest : Allen Schülerinnen und Schülern gewidmet

In Würselen-Bardenberg ist ein neues Denkmal eingeweiht worden: Es soll eine Klammer zwischen der Vergangenheit und der Zukunft symbolisieren.

Zu den Klängen des Trommler- und Pfeiferkorps Bardenberg marschierten in einem kleinen Festzug Schülerinnen und Schüler der Gemeinschaftsgrundschule (GGS) Bardenberg mit ihrer Schulleiterin Andrea van Hall zusammen mit Bürgermeister Arno Nelles, dem Heimatvereinsvorsitzenden Thomas Havers und Dieter Topa vom alten Schulhof Am Kaiser aus auf die kleine Wiese hinter dem altehrwürdigen Gebäude. Geläutet wurde auch eine Schulglocke. Anlass dieses Umzugs: die festliche Enthüllung und Einweihung eines neuen Denkmals in Bardenberg, das den Bardenberger Schülerinnen und Schülern gewidmet ist.

Hergerichtet wurde das sehenswerte Kunstwerk nach einer Idee und dem Entwurf von Hans-Dieter Topa auf dem Gelände hinter der Alten Schule im Kreuzungsbereich der Straßen Am Mühlenhaus, Pleyer Straße, Am Kaiser.

Eine Plakette informiert über die 1150-Jahrfeier als Anlass. Foto: Wolfgang Sevenich

„Warum sind wir heute hier?“, fragte der Vorsitzende des Bardenberger Heimatvereins und lieferte gleich selbst die Antwort: „Wir haben im vergangenen Jahr anlässlich des 1150-jährigen Bestehens des Stadtteils Bardenberg ein überaus erfolgreiches Jubiläumsfest gefeiert“, so Havers. Und bei den Festveranstaltungen hätten die Veranstalter einen „nie erwarteten finanziellen Überschuss“ erzielt. Schnell sei man sich einig gewesen, aus diesen Mitteln ein Denkmal für alle Schülerinnen und Schüler, für die Menschen in Bardenberg, zu errichten - als Erinnerung an dieses tolle Fest.

Bürgermeister Arno Nelles wurde in die Pläne eingeweiht, und einer Genehmigung des recht großen Denkmals seitens der Stadt stand nichts mehr im Wege.

Der Künstler Dieter Topa, Vorsitzender des VfL Bardenberg, erläuterte das Denkmal, das sich in räumlicher Nähe zu den ehemaligen Schulen im Gemeindehaus an der Dorfstraße, der Alten Schule Am Kaiser und der GGS An Wilhelmstein befindet. Topa: „Es symbolisiert den steinigen Weg der Schülerinnen und Schüler bis zum Abschluss der Schullaufbahn. Die sechs ausgefrästen Querstriche in der linken Stahlplatte stehen für die sechs ehemaligen Bardenberger Ortsteile, aus denen die Schüler der vergangenen Generationen den teils mühsamen Weg in die Schule fanden.“

Weitere Symbole sind das angedeutete Bardenberger Wappen und die Silhouette von Bardenberg. Die beiden Kinder, ein Mädchen mit Schulranzen und ein Junge, stehen im Mittelpunkt des Denkmals und sollen an die zahlreichen Schülergenerationen erinnern, die den Weg in die Bardenberger Schule gefunden haben.

Dieter Topa: „Die vier ausgefrästen Punkte über dem Mädchen symbolisieren das erreichte Ziel, die Spitze oder den Gipfel der Schullaufbahn.“ Oberhalb und seitlich des Jungen sind die groben Umrisse des alten Schulgebäudes auf dem ehemaligen Lindenplatz und die alte Schulglocke, die über viele Jahre hinweg in der Schule geläutet worden war, angedeutet.

Gefertigt wurde die Skulptur aus 15 Millimeter dickem Roststahl (Cortenstahl) von der Firma Stahlbau Trepels aus Gangelt im Plasmaschneide-Verfahren. Topa zeigte sich zuversichtlich, dass das neue Denkmal von den Menschen geschätzt wird: „Ich hoffe, dass die Bardenberger das Denkmal annehmen!“

Erfreut nahm Bürgermeister Arno Nelles das Geschenk an. Er dankte den Organisatoren der großartigen 1150-Jahrfeier für das Engagement im Sinne des Stadtteils und betonte: „Das Denkmal gehört allen Menschen in der Stadt Würselen.“  Mit diesem Denkmal für die Schülerinnen und Schüler, blicke man nicht nur zurück, sondern vor allem nach vorne, denn es symbolisiere die Klammer zwischen der Vergangenheit und der Zukunft.

Der Heimatverein Bardenberg hatte bei bestem Herbstwetter zur Erölffnung auch ein kleines Rahmenprogramm auf die Beine gestellt. Mit den Schülerinnen und Schüler der GGS Bardenberg, unterstützt von Oliver Rosenbaum am Akkordeon, stimmten alle gemeinsam das Bardenberger Heimatlied „Ich kenn ein Dörflein…“ (Text und Melodie: Hans Vohn) an.

Die Bardenberger Pfadfinder überreichten eine sehr lesenswerte Broschüre mit allen Infos zu diesem Denkmal. Noch lange blieb man am neuen Denkmal zusammen.

Einig war man sich in der Freude darüber, dass Bardenberg einen weiteren „Hingucker“ hat – eine Detailbetrachtung lohnt sich auf jeden Fall, zum Verweilen lädt dazu auch eine neue Bank ein.

(ro)