1. Lokales
  2. Nordkreis

Herzogenrath: Ball des Sports als Dankeschön-Geste

Herzogenrath : Ball des Sports als Dankeschön-Geste

Sport macht mobil - das weiß jedes Kind. Doch Sportler können sich nicht nur beim Dauerlauf oder Fußball-Spiel rühren, zumindest in Herzogenrath.

In Massen strömten sie am Samstagabend in die Aula des Schulzentrums an der Bardenberger Straße, um dort auf Einladung des Stadtsportverbandes den „Ball des Sports” zu feiern.

Rund 500 Menschen erlebten den vom Stadtsportverbandsvorsitzenden Dieter Kreutz in Zusammenarbeit mit Geschäftsführer Manfred Borgs organisierten Ball als glanzvollen und doch volkstümlichen Höhepunkt des gesellschaftlichen Lebens in Herzogenrath.

Doch es ging nicht nur darum, mit Musik und Tanz gemeinsam einen schönen Abend zu verbringen. Der „Ball des Sports” war zudem eine Ehrbezeugung an die Adresse aller, die in Wettbewerben oder hinter den Kulissen besondere Leistungen gezeigt hatten.

Tennis-Dekoration

Dass es in der Aula um Sport ging, war schon bei einem flüchtigen Blick zu bemerken. Von der Decke baumelten Tennisschläger und -bälle; an den Seitenwänden der Wände hatten geschickte Hände aus Ästen und anderen natürlichen Elementen übergroße Schläger und die nicht minder großen Umrisse eines Spielfeldes zusammengefügt. Kein Wunder - denn für den Schmuck des Saales zeichneten Mitglieder des Kohlscheider Tennisclubs verantwortlich.

Möglichkeiten zur sportlichen Bewegung gab es übrigens auch während des Balles. Denn immer wieder spielte die Band „Night Shift” mit Gute-Laune-Rhythmen auf.

Die Musik verfehlte ihre Wirkung nicht: Zu den Klängen von „Schuld war nur der Bossa Nova” führt auch Gastgeber Dieter Kreutz seine Gattin auf die Bühne. Vitale Musikalität sprach auch aus den Darbietungen von Sängerin Caroline Laumen und ihrem Kollegen Joachim „Joe” Küppers: Mit einem bunten Cocktail aus Musical- und Film-Melodien wärmen sie die Herzen ihrer Zuhörer. Herzhaft hingegen wirkte die Kost, die „Ne Efelbuer” alias Büttenredner Christoph Nellessen und das bekannte Aachener Trio „Josef, Jupp und Jüppchen” ihrem Publikum verabreichten.

Doch im Mittelpunkt des Balles standen die Ehrungen. In deren Mittelpunkt wiederum stand - als Ehrengast - eine Frau, die als Mitglied der Tischtennisfreunde (TTF) Schmetz seit Jahrzehnten schon in ihrer Disziplin Vorbildliches leistet: Marianne Ernst (67) wurde im Verlauf ihrer Karriere nicht weniger als 35-mal Westdeutsche Seniorenmeisterin. Die gebürtige Ostpreußin, die in ihrer Freizeit auch gerne mit dem Motorrad unterwegs ist, übt ihren Sport noch heute aus - aber als Mitglied einer Herren-Mannschaft, der vierten der TTF Schmetz.

Rund um Marianne Ernst gruppierten sich dann auch die insgesamt 52 Männer und Frauen, die insgesamt bei dem Festakt geehrt wurden. Kinder und Schülerinnen konnten sich ebenso als Stars des Abends wie Herren gesetzten Alters. Jeder freie Quadratzentimeter der Bühne im Schulzentrum war schließlich gefüllt - eine augenfällige Dankeschön-Geste, bei der verdiente Menschen bewusst herausgehoben wurden. Dieses Dankeschön galt auch den Jugend-Betreuern von Grenzwacht Pannesheide.

Denn beim „Ball des Sports” ging es nicht nur um Leistungen, die sich in Punkten und Tabellenplätzen ausdrücken - soziales Engagement wiegt genau so schwer. Und da haben es Gerd Dassen, Uli Kassubek, Willi Reiß, Frederik Dohmen, Harald Eckhardt, Wilfried Guddat, Dieter Jeschka, Marcel Krüger, Günter Rohner und Dennis Prauser wirklich an nichts fehlen lassen.