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Baesweiler: Bald ist Schluss mit Cover-Songs

Baesweiler : Bald ist Schluss mit Cover-Songs

Das Intro steht schon mal. Und der Rest vom ersten eigenen Song? Kommt bald. An Strophe, Refrain und Text müssen die jungen Musiker noch feilen. Gut Ding will eben Weile haben bei der Baesweiler Band Nonsense, die sich seit gut zwei Jahren ausschließlich im Aufbereiten der Hits von anderen übt.

Das tut sie jedoch mit Erfolg. Die Jury des Baesweiler „CAP-Music-Contests” hat die Band jüngst überzeugt und darf deshalb beim Finale des Wettbewerbs am 27. Juni auf der Bühne stehen.

„Wir wollten das Ganze langsam angehen lassen und erst mal nur Coversongs spielen”, sagt Bassist Thomas Bürschgens (18 Jahre). Um sich als Band zusammenzuraufen und auch, um im Umgang mit den Instrumenten fit zu werden. „Ein paar Songs haben wir unseren Fähigkeiten angepasst”, sagt Thomas. Sprich: Im Zweifelsfall verzichten die Musiker auf ein kompliziertes Gitarrensolo, statt auf der Bühne grandios daran zu scheitern.

Im Herbst 2007 hatte Thomas mit Gitarrist Sascha Keller (18) das Fundament gelegt, als die beiden einfach mal drauflos gespielt hatten. Thomas: „Das hat so gut funktioniert, dass wir uns den Rest der Band gesucht haben.” Zu der gehören nun der zweite Gitarrist Alexander Merkes (16), Schlagzeuger Jan Hermanns (23) und Sängerin Julia Thiel (16). Das einzige Mädel in der Band hat kein Problem damit, nur mit Jungs zu rocken. „Ist sogar ganz gut so. Mit anderen Mädchen gibt es ja doch bloß Zickenkrieg.”

Am Mikro stimmlich auch mal härter hinzulangen, ist für die Rothaarige mit der Alt-Stimme ebenfalls kein Ding. Selbst mit Kurt Cobain nimmt sie es auf, wenn die Band die Grunge-Hymne „Smells Like Teen Spirit” spielt. Die Songs, die „Nonsense” im Repertoire haben, sind teilweise gar nicht mal so aktuell. Sogar ein Cover des Police-Klassikers „So lonely” von 1978 findet sich, „weil mein Vater zuhause Police rauf und runter spielt”, wie Thomas schmunzelnd erzählt. Stücke von Papa Roach („Broken Home”) und Green Day („Basket Case”) haben hingegen die frühe Jugend der Bandmitglieder begleitet.

Mit dem reinen Aufwärmen von Songs soll indes bald Schluss sein. Vielleicht präsentieren „Nonsense” bereits beim Wettbewerb den ersten eigenen Song. Versuchen wollen sie es jedenfalls. „Wir knien uns jetzt rein, um eigene Stücke zu schreiben.” Möglichst gut sollen sie werden. Damit vielleicht eines Tages eine andere Band auch mal ein Stück von Nonsense covert.