Vorstand der GdG St. Marien in Baesweiler meldet sich zu Wort

Projekt Pflegeheim in Baesweiler : Die Kirche „will Beitrag für Senioren leisten“

Unter der Rubrik „Der Kirchenvorstand informiert“ hat sich die GdG St. Marien in Sachen geplantes Seniorenheim im Pfarrbrief „Einblick“ in Sachen Seniorenheim zu Wort gemeldet.

Hier ist unter dem Titel „Hirschkäfer an der Stegerhüttestraße“ zu lesen: „Seit vielen Wochen wird in unserer Stadt über das neue Seniorenwohnheim im Bereich Schugansgasse/Stegerhüttenstraße diskutiert. Auch die Kirchengemeinde wird in diesem Zusammenhang gelegentlich erwähnt. Schließlich ist sie Eigentümerin eines Grundstückes an der Stegerhüttestraße, das bebaut werden soll. Bereits vor einigen Jahren wurde auf Anfrage beschlossen, das Grundstück grundsätzlich bei Bedarf als Erschließungsgrundstück der dahinter liegenden städtischen Parzellen zur Verfügung zu stellen.

HIrschkäfer war nicht bekannt

Eine Veräußerung des Grundstückes für ein einzelnes privates Wohnhaus hat die Kirchengemeinde in den letzten Jahren bewusst nicht in Betracht gezogen. Vor zwei Jahren ging jedoch ein kirchlicher Altenheimträger mit dem Wunsch, dort ggf. eine Altenpflegewohnanlage zu errichten, auf unseren Pfarrer zu. Der Kirchenvorstand war sich nach Erörterung des Themas fehlender Pflegeplätze schnell einig, dieses Grundstück zu diesem sozialen Zweck und zugunsten der älteren Generation zur Verfügung zu stellen. Dies war insbesondere auch deshalb schnell klar, da die Kirchengemeinde Baesweiler selber bereits vor vielen Jahren Pläne zur Errichtung einer solchen Einrichtung auf der gegenüberliegenden Seite gefasst hatte.

Auch wenn heute ein anderer Träger den Pflegewohnbedarf dort decken möchte, freut der Kirchenvorstand sich, mit dem aktuellen Projekt an der Versorgung unserer Senioren mitwirken zu können. Schließlich wurden im letzten Jahr auch für junge Familien im letzten Jahr im Neubaugebiet Kloshaus Grundstücke preiswert bereit gestellt. In der Diskussion über das geplante Seniorenheim werden zunehmend Argumente zum Naturschutz angebracht. Interessiert haben wir davon gelesen und darüber gehört.

Das Vorhandensein von Hirschkäfern auf den benachbarten Grundstücken war uns bislang nicht bekannt und auch bei früheren Verkäufen dort nie ein Thema. Als Kirchengemeinde fühlen wir uns natürlich dem Erhalt der Schöpfung verpflichtet. In diesem Sinne leisten wir auf unseren Grundstücken und in unseren Einrichtungen schon seit Jahren kleinere oder größere Beiträge zum Naturschutz. So unterstützen wir zum Beispiel Öko- und Ausgleichsmaßnahmen auf den von uns verpachteten Ackerflächen und fördern die Anlage von Blühwiesen in unseren Kindergärten in Baesweiler, Oidtweiler und Setterich.

Nach Kenntnis über Hirschkäfer in der Stegerhüttestraße halten wir ausdrücklich an unserem Vorhaben fest, unseren Beitrag für die Baesweiler Senioren zu leisten. Gleichzeitig wollen wir die baubedingte Störung von Flora und Fauna weitest möglich kompensieren und allgemein zum Erhalt der Artenvielfalt beitragen. Konkret ist geplant, auf unserem Grundstück des benachbarten Kindergartens eine Totholzpyramide als Lebensraum für Hirschkäfer anzulegen.

Artenschutzprojekt an Halde

Darüber hinaus streben wir mit der biologischen Station eine Zusammenarbeit zu einem Artenschutzprojekt an der Baesweiler Halde an. Über den Fortschritt der Maßnahmen werden wir gerne berichten. Es ist uns wichtig für die sozialen Belange unserer Gemeinde einzustehen, ohne die Themen Umweltschutz und Nachhaltigkeit aus dem Blick zu verlieren.“

Übrigens, dies sieht die IG kritisch: Mitglied im Kirchenvorstand von St. Marien ist die Technische Dezernentin der Stadt Baesweiler, Iris Tomczak-Pestel, unter deren fachlicher Leitung der Bebauungsplan 113 Schugansgasse für das geplante Seniorenheim aufgestellt wird. Im Online-Auftritt der GdG ist dazu nachzulesen, dass Tomczak-Pestel Personalbeauftragte des Kirchenvorstands ist, aber nicht dem Bau- und Liegenschaftsausschuss von St. Marien angehört.

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