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„Captival 2.0“ in Baesweiler: Vielfältiges Angebot mit Nachwuchs-Künstlern

„Captival 2.0“ in Baesweiler : Vielfältiges Angebot mit Nachwuchs-Künstlern

Die Stadt hat das „Captival 2.0“ im Baesweiler Carl-Alexander-Park trotz miesen Wetters unter freiem Himmel durchgezogen. Eine Chance für junge DJ. Es bleibt ein Wunsch unerfüllt.

Mutig war’s schon! Angesichts von usseligen zehn Grad beim Open-Air zu bleiben und nicht den Veranstaltungsort spontan zu wechseln. Das Captival 2.0, Baesweilers Freiluft-Event für junge (und jung gebliebene) Leute wurde dann doch im Carl-Alexander-Park durchgezogen. „Wir wollten unbedingt wieder eine Open-Air-Veranstaltung anbieten, nachdem das Musik-Festival letztmalig 2019 stattgefunden hatte – und auch nur drinnen zur Ausrichtung kam“, vertrat die städtische Jugendbeauftragte Ina Brammertz die Entscheidung, am CAP zu bleiben.

Dabei hatte es in den Nachmittagsstunden noch zweimal heftig gegossen, und das Thermometer sank (fast) auf einen einstelligen Wert. Allerdings hatte die Stadt als Ausrichterin dieses Festivals auch dafür gesorgt, dass man nicht ganz im Regen stand. Rund um das Rote Haus wurden mehrere Pavillons aufgestellt, um es noch einigermaßen gemütlich zu halten. Außerdem war das Bistro geöffnet. Den Wunsch, ein großes Publikum zu bekommen, erfüllte sich seitens des Veranstalters allerdings nicht.

Verteilt über die fünf Stunden fanden sich etwa 150 geschätzte Besucher an Baesweiler grünstem Freizeitgelände ein, um dort die Musik der insgesamt sechs DJs aufzunehmen. Es legten DJ eM eM, NoisyQ, DJ Kriss Dee, Max Funk, The Saxmachine und Justin Hendrix für die Partygelaunten auf. „Wir wollten auch den Nachwuchs-DJs aus der Umgebung eine Chance geben, hier aufzutreten und Erfahrungen zu sammeln“, erklärte DJ eM eM (Marcel Männel). Er organisierte die Veranstaltung mit. Das tat der mittlerweile über die Stadtgrenzen hinaus bekannt gewordene Männel gerne und fand auch fünf Newcomer der Szene.

So avancierte das Festival – mit der Technik war Mario Hesker betraut – zu einem musikalisch sehr vielfältigen Angebot. Hip-Hop, Elektro, Streifzüge durch die aktuellen Charts aber auch Rap oder schräge Schlager wie „Cordula Grün“ oder „Layla“ wechselten mit neuen Interpretationen von Ray Charles‘ „Hit the Road Jack“ oder I like to move it (Real to Real) und anderen Chartstürmern.

Wer es lieber alt mochte, durfte bei den „Village People“ mitgrooven und zu „YMCA“ abtanzen. Das taten unter anderem Roman Schlösser und seine Freundin Marie Troschke, beide 18 Jahre alt und beide aus Baesweiler. Roman Schlösser: „Mein Freund Noizy legt hier auf, das wollten wir uns beide nicht entgehen lassen“, sagt der 18-jährige Student. Natürlich auch, um sich die gemeinsame Lieblingsmusik der Band „Future Bounce“ zu wünschen. Wünsche blieben nicht offen, bei diesem fünfstündigen Musikmarathon am CAP. Bis auf den einen: „Der Sommer war jetzt so lang, die paar Tage hätte er auch noch durchhalten können“, sagte Roman Peters. Ina Brammertz resümierte am späten Abend: „Dafür, dass es so gezogen hat, sind doch noch viele Leute gekommen.“

(mali)