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Dreiländerschmeck: „Spaghetti Sacchetti“ begeistert Pastafans

Dreiländerschmeck : „Spaghetti Sacchetti“ begeistert Pastafans

Tanja Sacchetti gehört zum Kreis der Dreiländerschmeck-Köchinnen. Mit ihren Künsten am Herd begeistert sie regelmäßig ihre Gäste.

Werden „Spaghetti Sacchetti“ kredenzt, rollen mindestens sechs Augenpaare. Um ihre Begeisterung auszudrücken. Denn Spaghetti gehören zu den absoluten Lieblingsgerichten, die Tanja Sacchetti ihren Lieben oder auch Freunden und Gästen serviert. Ein Grund könnte der Ehemann der Dreiländer-Schmeck-Köchin Tanja Sacchetti aus Baesweiler sein.

Flavio Sacchetti – ein Name, der sich auch „singen“ lässt – ist waschechter Nord-Italiener und liebt die Pasta aus den Töpfen seiner Frau besonders. Die beiden Töchter der Sacchettis – Luna (15) und Leya (13) – nehmen sich davon nicht aus und teilen Papas Freude am Genuss. Am Besuchstag unserer Zeitung bei der Baesweiler Familie ist dann auch alles akribisch vorbereitet, um die Nudeln selbst zu machen. Das ist eine Grundvoraussetzung für Tanja Sacchetti (47).

Während sie den Teig rollt, bedient ihre Tochter Luna die Kurbel. Dabei erzählt die zur Pharmazeutisch Technischen Assistentin ausgebildete Köchin, wie sie ihre Leidenschaft zum Kochen aktivierte. „Oma Rehlein“ wars, die der kleinen Tanja im zarten Alter von fünf Jahren die ersten Schritte in der Vorbereitung und am Herd vermittelte.

Damals, in einem fränkischen Dorf, aus dem sie stammt. Dort ist sie an die Leckereien der fränkischen Küche herangeführt worden. Vor allem die Knödel in jeder Form, sozusagen die Nationalspeise ihrer Heimat, haben es ihr angetan. In dem Zusammenhang erwähnt Tanja Sacchetti gerne, dass „Oma Rehlein“ für den ehemaligen Bundeskanzler Helmut Kohl einmal Knödel zubereitet hat und der sich dafür persönlich bedankte.

Aber auch ein Tafelspitz, Pudding und „Dolce“ in jeder Form oder die Crossover-Küche ist für Tanja Sacchetti eine Herausforderung. Apropos international: Auch bei Reisen holt sie sich gerne Anregungen. „Ich spreche die Leute einfach an und hole mir die Rezepte“, tat sie das unter anderem auch bei einer Reise im indischen Ozean und kochte anschließend zu Hause viele Currygerichte nach. Oder die Familie probierte „Fish & Chips“ – das Nationalgericht der Engländer mal nachzukochen. Tanja Sacchetti lacht bei der Bemerkung, „in anderen Ländern möchte ich keine Schnitzel essen“. Dafür haben Europäer wie auch Asiaten „viel zu viele gute Dinge, die man probieren muss“.

Derzeit leiden die Sacchettis sehr mit dem Papa und Ehemann, der aus Bologna kommt. Gerade dort, wie auch in der Lombardei, sind die Menschen besonders stark vom Coronavirus betroffen. Irgendwann wird es aber auch wieder in die Heimat des Original Bolognesers Flavio Sacchetti gehen und Wein und Pasta wird man genießen. Davon sprechen sie „con Cuore“, also mit Herz.

Wenn Tanja Sacchetti über die internationale Küche sinniert, spricht sie auch ein schottisches Gericht an, dass sie am eigenen Herd ausprobiert hat. Der „Shepards-Pie“ mundet allen. Hierbei handelt es sich um ein Gericht aus Gehacktem, das mit einem Kartoffelpüree überzogen wird.

Aber immer wieder kommen die „ei’gschnittenen Klöß“ zur Sprache. „Es gibt doch kaum etwas Schöneres, als die vom Vortag übrigen Knödel in die Pfanne zu schmeißen und mit einem Leberkäs oder dem Rest der Bratensoße zu genießen“, schwärmt Tanja Sacchetti.

Dennoch ist man in letzter Zeit überein gekommen, „auch mehr vegetarisch zu kochen und zu essen, um die Familie gesund zu ernähren“. Davon nimmt sich auch ein Pudding, der mit Nutella angereichert wird, nicht aus. Tanja Sacchetti, „natürlich gibt’s das auch mal. Aber nur in Maßen. Denn die Dosis macht das Gift“.

Ein besonderer Anziehungspunkt in der Küche ist dabei die Rote Klingel. „Die hat mir meine Freundin Kerstin mal geschenkt, weil sie so stolz auf mich ist, als ich in den Kreis der Dreiländerschmeck-Köchinnen aufgenommen wurde“. Auf der Klingel steht: „Ring for mmmmmmh“. Klingelt sie, dann wissen alle Sacchettis oder deren Freunde, jetzt wird’s lecker.