Kommentar zur Erstkommunion: Liebe Kirche, lass’ doch bitte die Kirche im Dorf!

Kommentar zur Erstkommunion : Liebe Kirche, lass’ doch bitte die Kirche im Dorf!

Warum sollten Erstkommunionfeiern nicht weite in den Baesweiler Ortsteilen stattfinden? Schließlich ist das ein besonderer, ja einmaliger Anlass. Es wird vorgeschlagen, eine (zentrale) Sonntagsmesse dafür zu „opfern“. Das klingt machbar.

Dass die Pfarrei St. Marien sich hier versagt, hat tiefer gehende Gründe als aktuelle Personalnot. Es geht um weitere Zentralisierung kirchlicher Einrichtungen, aus Kostengründen. Was bei der Firmung mit vielen Jugendlichen aus Sicht des Pastoralteams „wunderbar reibungslos funktioniert“, könne „auch in der Erstkommunion Vision werden: eine gelungene, festliche, stimmungsstarke Feier mit der Gewissheit, dass Jesus Christus bei uns ist und uns über Ortsgrenzen hinaus verbindet“.

Und: „Alle Kinder lernen die großen Kirchen St. Andreas und St. Petrus schon durch die Vorbereitungszeit kennen.“ Aha! Heranwachsende sollen umgewöhnt werden. Heißt, die Kirche bereitet den Rückzug auf letzte Bastionen vor.

Da hat man die Rechnung ohne die Menschen gemacht.

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