Entscheidung verschoben: Kapellensiedlung in Baesweiler vor Verkauf?

Entscheidung verschoben : Kapellensiedlung in Baesweiler vor Verkauf?

Was wird aus den teilweise leer stehenden Häusern in der Kapellensiedlung in Baesweiler, die der Vivawest Wohnen GmbH gehören? Auf Nachfrage hatte im Januar Vivawest-Sprecherin Katrin Lamprecht angekündigt: „Bis zur Jahresmitte 2019 sollte eine Entscheidung zur weiteren Vorgehensweise getroffen sein.“

Nun, Ende Juli, kann man ja mal nachfragen, was ist. Diesmal lautet die Antwort der Unternehmenssprecherin: „Wir befinden uns bezüglich der Kapellensiedlung derzeit noch in enger und konstruktiver Abstimmung mit der Stadt Baesweiler. Dabei werden weiterhin unterschiedliche Szenarien geprüft. Voraussichtlich können wir Ihnen die endgültige Entscheidung im Spätsommer mitteilen.“

Bausubstanz leidet

Das sagt Bürgermeister Dr. Willi Linkens (CDU) dazu: „Zum Thema Kapellensiedlung kann ich Ihnen mitteilen, dass wir regelmäßig das Gespräch mit den Verantwortlichen bei Vivawest suchen. Die aktuelle Erklärung ist die, dass man uns Anfang September über deren aktuelle Überlegungen informiert. Wir arbeiten ständig daran, Vivawest zu überzeugen, den derzeitigen Mietern die Wohnung zu belassen, notwendige Veränderungen vorzunehmen und das öffentliche Bild zu verbessern.“ Das tut auch Not, denn die Bausubstanz der nicht bewohnten Häuser leidet noch mehr. Und die Nachbarn fühlen sich angesichts der Leerstände zunehmend verunsichert.

Zum Hintergrund: Natürlich geht es um wirtschaftliche Interessen. Vivawest möchte am liebsten ihren Bestand an einen „wohnungswirtschaftlichen Bestandshalter“ verkaufen, wie es Anfang des Jahres schon hieß.

Alles andere wäre für das Unternehmen wohl aufwändiger. Neben einem Teilabriss und einer möglichen Neubebauung im Straßenrandbereich an der Kapellenstraße wäre durch die Aufstellung eines Bebauungsplans durch die Stadt Baesweiler eine Ergänzung mit Häusern „im Innenbereich“ denkbar, war zu erfahren.

(-ks-)
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