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Kunstrasen in Oidtweiler: Fans können als Sponsoring Parzellen „erwerben“

Kunstrasen in Oidtweiler : Fans können als Sponsoring Parzellen „erwerben“

Was lange währt, wird endlich gut: Oidtweiler bekommt einen Kunstrasenplatz. Die Eröffnung findet am 11. September statt.

Zweite Halbzeit beim Heimspiel von Concordia Oidtweiler, der Ball im Stadion an der Bahnhofstraße rollt auf die Ostkurve zu. Und zwar bergab mit Gefälle. Ein glatter Heimvorteil, auf den die Concorden aber zukünftig verzichten müssen, wie Vorsitzender Bode Springmann erklärt. Natürlich mit einem Lächeln.

Denn der Grund dafür, dass es demnächst kein Gefälle und besagten Heimvorteil auf dem Sportplatz mehr geben wird, ist ein lange gehegter Wunsch des Vereins, nämlich der neue Kunstrasenplatz, der in Oidtweiler gerade entsteht.

„Der alte Rasenplatz war häufig gesperrt und konnte nicht genutzt werden, auf dem Kunstrasenplatz kann das ganze Jahr trainiert und gespielt werden“, freuen sich Springmann und seine Vorstandscrew bei einer Platzbesichtigung auf die neue Saison.

Direkt nach den Osterferien war mit den Bauarbeiten begonnen worden, die voll im Zeitplan liegen, so dass man mit einer Fertigstellung in einer Bauzeit von viereinhalb Monaten rechnet. Mehr als 150 Lkw Mutterboden wurden zu Beginn der Arbeiten abtransportiert. „Wir hatten Riesenglück mit dem Wetter und die Arbeiten gingen schnell voran. Auch wenn man manchmal den Eindruck hatte, es tut sich nichts, so waren die Handwerker doch immer aktiv und haben zum Beispiel für die Begradigung des Platzes gesorgt“, erläutert der Vorsitzende.

Ein Gefälle von über einem Meter wurde ausgeglichen, Mitte nächster Woche kommt eine Maschine zum Einsatz, die Granulat aufträgt. Und danach wird der Kunstrasen verlegt, der dann nach rund zwei Wochen bespielt werden kann. Tore und Ersatzbänke sind mittlerweile geliefert und warten neben dem Sportplatz auf ihren Einsatz.

Der Bereich vor dem „Treff“ wurden behindertengerecht neu gestaltet. Eine Ballfanganlage zur Bahnhofstraße hin – hierfür hatte der Stadtrat zu den Baukosten von rund 900.000 Euro weitere 88.000 Euro genehmigt, Concordia trägt einen Eigenkostenanteil von 75.000 Euro – ist ebenfalls bereits fertig. „Früher flogen die Bälle auch schon mal über den Zaun und haben Autofenster beschädigt oder einen Radfahrer ,abgeschossen‘“, erzählt Bode Springmann. Doch das sei durch den neuen Zaun nun Vergangenheit.

Jetzt aber ist der Blick nach vorne gerichtet, denn für den 10. September, Einlass ab 15 Uhr, ist die offizielle Eröffnung geplant, zu der unter anderem Bürgermeister Pierre Froesch und Vertreter von Rat und Verwaltung erwartet werden. Nach dem offiziellen Teil wird es direkt sportlich auf der neuen Anlage, denn „Alt-Concorden“, die in den letzten 20 Jahren für den Verein am Ball waren, werden Einlagespiele bestreiten. Zugesagt haben unter anderem bereits Ex-Concordia Trainer und Ex-Alemannia Aachen Torwart Stephan Straub und Detlef Malinkewitz, der nicht nur als Fußballer, sondern auch als Sänger für Furore sorgt. Ob er auch zur Eröffnung der neuen Anlage beim gemütlichen Teil als Musiker zu erleben ist, wer weiß…?

Die erste Mannschaft wird gleich am Tag nach der Eröffnung (11. September, 15 Uhr) ihr Heimspiel gegen Teutonia Weiden bestreiten, das erste Bezirksliga-Heimspiel der Saison 2022/23 gegen Raspo Brand wird sie noch auf dem Aschenplatz bestreiten. „Dieser wird auch zukünftig erhalten bleiben und als Trainingsplatz genutzt“, sagt Geschäftsführer Marc Freialdenhoven.

Spricht Concordia-Vorsitzender Bode Springmann aber über den neuen Kunstrasen, so ist er der Stadt dankbar, dass sie den Wunsch des Vereins mitgetragen habe und umsetzte, und er sagt: „Das ist Concordias Zukunft. Denn ein Kunstrasen zieht auch mehr Jugendliche und neue Spieler an als zuvor der alte Rasenplatz.“ Und vielleicht, so die Zukunftsvision, wird auch noch ein Drei-Reihen-Stehrang in Tribünenform möglich.

Da die neue Anlage auch eine enorme finanzielle Herausforderung für den Verein ist, gibt es ab sofort die Möglichkeit, die Concordia zu unterstützen: Per Spende können alle Fans eine virtuelle Parzelle des neuen Platzes erwerben. „Es kann einzeln, zusammen als Gruppe oder Familie gespendet werden. Als Dank wird nach Abschluss der Bauarbeiten eine große Spendentafel mit den Namen aller Gönner/innen das Vereinsheim schmücken und die Eröffnung wird gebührend gefeiert“, weist Geschäftsführer Marc Freialdenhoven auf den Start der Spendenaktion hin, die bereits gute Resonanz gefunden hat. Wer sich beteiligen möchte, kann sich informieren unter: concordia-oidtweiler.fussball-kunstrasen.de

Mit dem Kunstrasenplatz in Oidtweiler wird im Nordkreis das Dutzend in puncto Kunstrasenplätzen voll gemacht. Bislang gibt es im Stadtgebiet von Herzogenrath und von Alsdorf jeweils vier Kunstrasenplätze, im Stadtgebiet von Würselen sind es drei. Im Stadtgebiet von Baesweiler entsteht in Oidtweiler der erste Kunstrasenplatz.