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Die Kita Panama in Oidtweiler hat Geburtstag

25 Jahre Arbeit mit Kindern : Die Kita Panama in Oidtweiler hat Geburtstag

Die DRK-Kindertagesstätte an der Bahnhofstrasse in Oidtweiler feiert ihr 25-jähriges Bestehen. Ein guter Zeitpunkt, um auf die Entwicklungen der letzten Jahre zurückzublicken.

Bunte Girlanden laden in den Garten der Bahnhofstrasse 88b ein. Zahlreiche Kinder, Eltern und DRK-Mitglieder haben zusammengefunden, um einen besonderen Geburtstag zu feiern. Die Kindertagesstätte „Panama“ feiert ihren 25. Geburtstag.

Angefangen hat alles im Mai 1997. Franz Pluymackers, langjähriger Kreisgeschäftsführer des Deutschen Roten Kreuzes (DRK), eröffnete von August 1991 bis 1999 insgesamt zehn Kita-Einrichtungen in der gesamten Städteregion, darunter auch die in Oidtweiler. Damals ging die Kita Panama mit drei Gruppen an den Start. Mittlerweile werden rund 75 Kinder im Alter von vier Monaten bis zum Eintritt in die Schule betreut und auf vier Gruppen verteilt.

Anlässlich des Jubiläums wurde die Bedeutung der Arbeit, die in der Kindertagesstätte täglich von elf Erzieherinnen und Erziehern geleistet wird, noch mal hervorgehoben. Die Kinder haben dort die Möglichkeit, an diversen Programmen teilzunehmen, die vom ersten Englisch und Rechnen über kleine Experimente bis hin zur emotionalen Entwicklung reichen. Entscheidend ist dabei, dass die Kinder spielerisch an die Themen herangehen können und kein Druck ausgeübt werde.

Rückblickend auf die 25 Jahre habe sich einerseits das Anforderungsprofil verändert: Früher sei eine Betreuung bis 14.30 oder 16.30 Uhr gar nicht benötigt worden. Mit der zunehmenden Berufstätigkeit beider Elternteile habe die Kita allerdings einen großen Wandel erlebt – die Kinder blieben auch über die Mittagszeit hinaus in der Einrichtung. Anderseits habe sich der Bildungsauftrag entwickelt beziehungsweise erweitert. „Gerade im Übergang von der Kita zur Schule müssen wir einige Anforderungen erfüllen, und damit steigen auch die Anforderungen an das Personal“, sagt Angela Hoffmann, stellvertretende Leiterin der Kita.

Insbesondere die Corona-Pandemie sei für die Kitas „sehr anstrengend“ gewesen. Die täglichen Änderungen und Neuverordnungen sowie die Sorgen um Personaleinbußen hätten viel Kraft gekostet. „Dass sich das Team jeden Tag auf die neuen Voraussetzungen eingestellt hat und nicht den Mut verloren hat weiterzumachen, hat uns gut durch die Krise gebracht“, lobt Kita-Leiterin Larissa Behlau ihre Kolleginnen und Kollegen. Besonders schwer sei die Zeit gewesen, in der die Gruppen sich nicht vermischen durften, berichtet ihre Stellvertreterin Angela Hoffmann. „Wir mussten sogar den Außenbereich mit einem Flatterband abtrennen, was die Spielmöglichkeiten sehr eingrenzte.“

Auch mit dem Fachkräftemangel muss sich die Einrichtung – wie viele andere Bildungsstätten auch – auseinandersetzen. Wenn eine Kollegin beispielsweise aufgrund einer Schwangerschaft ausfalle, gebe es keinen Ersatz. Das heißt, mit dem bestehenden Personal müssen die gleichen Aufgaben gestemmt werden wie zuvor. „Wir versuchen natürlich dem entgegenzuwirken, indem wir für den Beruf werben und auch Praktikantinnen und Praktikanten heranziehen“, erklärt die stellvertretende Leiterin der Kita. Dass sie aufgrund des fehlenden Personals nicht alles machen können, was sie eigentlich machen möchten, sei „enttäuschend“.

Für die kommenden Jahre wünschen sich die zwei Frauen mehr Unterstützung, mehr Fachkräfte und eine bessere gesellschaftliche Anerkennung. Wichtig sei auch, dass die Kinder und Eltern nach wie vor gerne in die Einrichtung kommen.