Burg Baesweiler: Lass uns shoppen gehen! Einkaufen

Burg Baesweiler : Amüsantes aus der Welt des Einkaufens

Jedes Dorf, und war es auch noch so klein, hatte mal einen eigenen Lebensmittelladen, auch Tante-Emma-Laden genannt. Dort bekam man alles für den täglichen Bedarf – doch anders dargeboten als heute.

Salz, Zucker und Mehl standen in Säcken auf dem Boden, wurden abgewogen und in Papiertüten gefüllt. Und ganz nebenbei erfuhr man, was im Dorf seit dem letzten Besuch im Laden so alles passiert war. Heute gibt es kaum noch Tante-Emma-Läden.

Menschen aus Dörfern müssen oft weite Wege bis zum nächsten Supermarkt oder Discounter zurücklegen. Den ersten Aldi-Discounter eröffneten die Brüder Karl und Theo Albrecht im Jahr 1962. Damals eine Sensation. Statt einer Bedienungstheke und nett arrangierten Körben und Regalen eine große Fläche, rechts und links Kartons, aus denen man sich mit Konserven, Kaffee, Nudeln und vielem mehr bedienen konnte. Damals konnten die Tante-Emma-Läden durchaus noch Schritt halten mit Aldi & Co.

Auch in Baesweiler gab es in den 50er Jahren noch die liebenswerten kleinen Läden, wo immer auch Zeit für ein Schwätzchen war, wo jeder jeden kannte und die Kinder von den freundlichen Besitzern mit Bonbons versorgt wurden. An jeder Ecke gab es darüber hinaus ein „Büdchen“, in dem Getränke und Süßigkeiten verkauft wurden. Diesen Part hat heute die „Tanke“ übernommen.

Bei ihrer Veranstaltung „Lass uns shoppen gehen!“ am Dienstag, 24. September 2019, um 20 Uhr in der Burg Baesweiler lädt Margret Nußbaum zu einem nostalgischen Ausflug in die Einkaufswelt ein. Sie erzählt über die gute alte Zeit und über die Entstehung der großen Märkte. Auch das Einkaufsverhalten der Menschen früher und heute ist eines der Themen ihres Vortrags. Darüber hinaus hat sie ganz aktuell Kunden beim großen schwedischen Möbelkaufhaus beobachtet und geht der Frage nach, warum fast jeder in der Republik ein Billy-Regal hat.

Sie hat sich auch in den großen Modehäusern umgesehen und Frauen und Männer beim Shoppen beobachtet.Margret Nußbaum nennt mehr als einen Grund, warum beim Einkaufen Geschlechtertrennung besser ist. Denn: „Shoppen mit dem eigenen Mann? Ein Desaster, wenn nicht gar ein Albtraum!“

Karten gibt es in der Stadtbücherei Baesweiler, in der Buchhandlung Wild sowie an der Abendkasse.

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