Baesweiler: Pferde irren durch Loverich, Stute wird eingeschläfert

Tier-Drama in Baesweiler : Schwer verletztes Pferd muss eingeschläfert werden

Herzzerreißende Szenen haben sich am Dienstagabend auf der Josefstraße in Loverich abgespielt. Zwei Pferde, die auf einem Bauernhof an der Beggendorfer Straße eingestellt gewesen sein sollen, hatten laut Angaben der Polizei einen Zaun durchbrochen und irrten durch den Ort.

Nach Zeugenaussagen war die Stute an einer Hinterhand schwer verletzt und die Bauchdecke aufgerissen. Die beiden Tiere irrten über die Straße. Dabei soll sich der weiße Hengst, der offenbar unverletzt blieb, immer schützend an der Seite der brauen Stute gehalten haben. Beide Tiere waren mit Blut besudelt. Auf der Straße bildeten sich Blutlachen, geparkte Fahrzeuge wurden ebenfalls mit Blut bespritzt. Für Tiere wie Zeugen quälende Szenen.

Hengst wohl unverletzt

Versuche, die Tiere einzufangen, schlugen wohl zunächst fehl. Anwohner riefen in ihrer Not bei der Feuerwehr an, die ihrerseits die Polizei gegen 19.26 Uhr alarmierte, wie Polizeisprecher Andreas Müller auf Nachfrage unserer Zeitung bestätigte. Die Polizei sperrte die Straße ab. Schließlich blieb die Stute geschwächt stehen. Der mittlerweile ausfindig gemachte Besitzer konnte den Hengst letztlich wegführen. Die Stute musste leider vor Ort von einem Veterinär, so die Polizei, aufgrund der Schwere der Verletzungen eingeschläfert werden, um das Tier nicht weiter unnötig Schmerzen auszusetzen.

Aussagen, wonach zuvor ein Autofahrer der Stute habe nicht mehr ausweichen können und sie anfuhr, konnte die Polizei nicht bestätigen. Ein Unfallbericht, so Müller, liege nicht vor. Möglich sei, dass das Fahrzeug geparkt war und die Stute in ihrer Panik die Frontscheibe zertrümmerte. Die Polizei wolle dem noch genauer nachgehen. Es soll sich nach Zeugenaussagen um einen silbernen Pkw gehandelt haben. Der Fahrer wird gebeten, zur Klärung des Sachverhalts beizutragen und sich bei der Polizei zu melden.

Baesweilers Ordnungsamtsleiter Pierre Froesch sagte nach Rücksprache mit dem städtischen Bereitschaftsdienst und der Feuerwehr, dass im Rahmen der Nachbarschaftshilfe ein Feuerwehrmann, der zugleich beim Bauhof arbeitet, dafür sorgte, dass das Löschfahrzeug vor Ort eingesetzt wurde, um Fahrbahn und Fahrzeuge von Blutspuren zu reinigen.

Froesch bestätigte, dass vor Ort ein Pkw beschädigt wurde. Die Ursache sei hierfür aber zur Zeit noch nicht bekannt. Der gesamte Einsatz dauerte rund zweieinhalb Stunden. Währenddessen war die Josefstraße gesperrt.

Mehr von Aachener Zeitung