Baesweiler: Hochstimmung auf dem Stadtteilfest in Setterich

Stadtteilfest in Setterich : Apfelsaft aus eigener Ernte erinnert an die Kindheit

Das Stadtteilfest in Setterich hat mit einem anziehenden Programm gepunktet. Umlagert war unter anderem die Saftpresse. Viel Applaus gab es auch für die Tanzdarbietungen.

„Dat schmaaht“! So lautete das spontane Urteil von Franz Szymanski, als er seine Äpfel probiert und einen Zungenschnalzer ablässt. Seine selbst geernteten Sternenrenetten sind gerade zu Saft geworden. Der 64-Jährige erinnert sich an seine Kinderzeit. „Meine Oma hat schon Äpfel selbst an einer uralten Presse verarbeitet“. Den Geschmack hat er heute noch auf der Zunge.

Als gegen 15 Uhr das Settericher Stadtteilfest offiziell eröffnet wurde, konnten sich die Mitarbeiter des Vereins „Bine“ vor Aufträgen kaum retten. Die mobile Obstpresse war eine von mehreren Zugnummern, die das Fest bereicherten. Auch die 22-jährige Katja Mertens und ihr Freund Mario Altdorf (26) steuerten den gesunden Saftproduzenten an. Das taten die beiden Jungunternehmer gleich mit einem Anhänger voller Äpfel. „Das werden etwa 400 Kilo sein. Damit haben wir etwa eine Stunde zu tun“, verriet Timo Sachsen, Mitarbeiter des „Bine“-Vereins. Derweil Katja Mertens schon mal ein bisschen kalkulierte. „Ein Liter Saft kostet einen Euro. Da werden wir bestimmt zwei- bis dreihundert Euro auf den Tisch legen müssen“.

Das Geld ist aber für die beiden jungen Leute „eine gute Investition“. In ihrem Hofladen in Duffesheide verkaufen sie den Apfelsaft, der vom Förderband über die Waschanlage, zur Mühle, dann in den Presstisch und zum Schluss den Pasteurisierungsprozess durchläuft. Für den Abend hat Katja Mertens ohnehin schon etwas geplant. „Einen leckeren Saft mit einem Körnchen drin“, werden sich die beiden jungen Leute genehmigen.

Freude am Verkleiden: Auch die Minis der Settericher Kindergärten empfahlen sich mit Tänzen beim Stadtteilfest in Setterich. Foto: Sigi Malinowski

Viele Akteure am Start

Bürgermeister Dr. Willi Linkens hatte das Fest im Beisein von vielen Kooperationspartnern eröffnet. Den Hauptteil der Arbeit, dieses Fest zu stemmen, hatten Organisationsleiterin Sanye Kol („Dieses Fest ist etwas ganz Besonderes“) vom DRK Stadtteilbüro und Ute Fischer (Stadtteilmanagerin). Sie hatten mit ihrem Team und sehr vielen Freiwilligen sowie Ehrenamtlern dafür gesorgt, dass alles reibungslos klappte. Unter anderem hatten der Malteser Jugendtreff, das Amt für Kinder, Jugend und Familie der Städteregion, der DRK-Stadtverband, die mobile Filmwerkstatt der Jugendkunstschule Aber Hallo sowie zahlreiche Kindergärten, Schulen und Vereine mitgewirkt.

Viel Publikum zogen die Auftritte der Kita Löwenburg und des Evangelischen Familienzentrums Engelhaus und auch das Tanzteam Nessaja, das mit Ausschnitten aus dem Musical „Tabaluga“ trumpfte, zu ihren tänzerischen Highlights.

Abgerundet wurde das Programm durch Auftritte des Männergesangvereins Setterich, einer türkischen Saz-Gruppe sowie durch das Bandprojekt „Known as Patrol“ aus dem „House of Sounds“.

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