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Baesweiler: Weitere 4,4 Millionen Euro Fördergelder

Stadtentwicklung in Baesweiler : Weitere 4,4 Millionen Euro Fördergelder

Baesweiler wächst unaufhörlich. Die Baugebiete laufen in Windeseile zu, mit den neuen Bürgern kommt neue Kaufkraft in die Stadt, die es gilt, auch dort zu halten. Durch Städtebauförderungsmaßnahmen.

„Städtebauförderung durch Bund und Land ist bei uns schon seit vielen Jahren relevant“, sagt Bürgermeister Dr. Willi Linkens. Und wird es auch weiterhin sein: Erneut kann Linkens auf eine Reihe an Förderzusagen verweisen und damit auf diverse Maßnahmen aus insgesamt drei Programmen mit einem Gesamtfördervolumen von stattlichen 4,4 Millionen Euro. „Wir sind stolz, eine solche Summe bewegen zu können“, sagt Linkens. Natürlich gebe es Eigenanteile zu finanzieren, „aber wir glauben schon, da handlungsfähig zu sein“.

In der Schaf: Bushof, Individualverkehr, flanierende Fußgänger und Außengastronomie sollen gleichermaßen zu ihrem Recht kommen. Foto: Beatrix Oprée

Überall in der Stadt wird es in den kommenden Jahren weiter zur Sache gehen. Da sind zum einen die „Ausläufer“ des Programms Soziale Stadt Setterich, das, so Linkens „uns sehr beschäftigt hat und sehr erfolgreich war“: Nun steht noch die umfassende energetische Sanierung des Umkleidegebäudes am Sportplatz Wolfsgasse an, 70 Prozent von 287.000 Euro zuwendungsfähiger Kosten sind zugesagt. Dazu die Förderung für ein Rahmenkonzept zur Nachnutzung des Bereichs Settericher Rathaus, das abgerissen wird, sobald die städtischen Bediensteten ins neue zentrale Rathaus in Baesweiler umgezogen sind. Froh zeigen sich Linkens und die Technische Dezernentin Iris Tomczak-Pestel hier, dass das Land den Architektenwettbewerb für den entsprechenden Umbau der Immobilie an der Mariastraße gefördert hat, „ein wichtiger Schritt“. In nicht öffentlicher Sitzung ist am Dienstag der Planungsauftrag an den Wettbewerbssieger erteilt worden, einer Gruppe von Planern aus Luxemburg, Saarbrücken und Trier. Spätestens bis Dezember müssen Grundentwürfe und Kostenrechnung für den ersten Bauabschnitt stehen, um noch rechtzeitig den Förderantrag einreichen zu können, spricht Linkens durchaus von „Zeitdruck“.

Parkstraße: Die Areale rund um die Schwimmhalle, hier Wasserspielplatz und Spielplatz, werden überplant und modernen Standards angepasst. Foto: Beatrix Oprée

Im Zuge des Integrierten städtebaulichen Entwicklungskonzepts (ISEK) zur Erlangung von Städtebaufördermitteln ist vieles unter dem Arbeitstitel „Qualität stärken, Qualität verbinden“ bereits umgesetzt worden. So im Bereich Volkspark und Feuerwehrturm, im Kirchwinkel und an der Kückstraße. Nun soll auch das Umfeld Kirchplatz/Im Sack aufgewertet werden. Sobald der Bescheid in der Post ist, wird auch hier ein Wettbewerb ausgeschrieben, um ein Planungsbüro zu ermitteln. Im Sinne eines stimmigen Gesamtkonzepts beteiligt werden die Pfarre und die anliegende Brauerei, auf „Bäumen, Beleuchtung und Bänken“ liegt das Augenmerk. Überarbeitet werden auch die beiden Brunnen – und die Fahrbahn. „Die Bürger warten geradezu auf dieses Projekt“, verweist Tomczak-Pestel auf entsprechende Resonanz aus dem Quartiersbüro an der Kückstraße, das an sechs Tagen in der Woche für die Bürger geöffnet ist. 540.000 Euro betragen die zuwendungsfähigen Kosten für diese Maßnahme inklusive Anbindung der Straße „Im Sack“, von denen 70 Prozent gefördert werden, wie Linkens mit Dank an die Bezirksregierung für die „wohlwollende Unterstützung“ darlegt.

Feuerwehrturm/Kirchwinkel: „Interaktive Spielelemente“, angelehnt an Stadt und Bergbau, sollen demnächst vom Supermarkt in die City „führen“. Foto: Beatrix Oprée

Eine höhere Aufenthaltsqualität möchte man auch im Bereich in der Schaf erreichen. Wo indes nur begrenzter Raum zur Verfügung steht, um den Busbahnhof und den Individualverkehr, aber auch flanierende Fußgänger und einladende Außengastronomie unter einen Hut zu bringen. Ab jetzt kann geplant werden, 852.000 Euro zuwendungsfähige Kosten sind anerkannt worden, die in fünf Förderanträge aufgeteilt werden, wobei auch der Nahverkehr Rheinland (NVR) zu beteiligen ist.

Ein weiterer Förderantrag, „der auch bewilligt wird“, wie Linkens sagt, bezieht sich auf „interaktive Spielelemente, mit denen der Kirchwinkel bestückt werden soll, um vor allem Familien vom Supermarkt am Feuerwehrturm aus den Weg ins Zentrum zu bereichern.

Begleitende Maßnahmen im Kontext einer Harmonisierung der Innenstadt sind ein Leit- und Informationssystem, das zu allen wichtigen Punkten in der Innenstadt führt und außerhalb des Förderrahmens durch Parkplatzhinweise ergänzt wird. Zudem wird ein Gestaltungsleitfaden für Hausbesitzer aufgelegt, um die Bürger etwa in puncto Fassaden und Baugliederung zu beraten und so ein harmonisches Bild in der City „zu forcieren“, wie Tomczak-Pestel es ausdrückt.

Zum ISEK gehört auch der Ausbau des Geländes vor der Schwimmhalle Parkstraße, die zurzeit modernisiert wird. Der entsprechende Auftrag ist ebenfalls am Dienstag vergeben worden. Unter anderem eine Rampenanlage im Sinne der Barrierefreiheit sowie eine Treppe zum Haupteingang gehören zum Konzept. Alles soll zusammen mit der Halle zu den Sommerferien 2019 fertig werden. Für die Halle selbst ist am Mittwoch übrigens die Lüftungsanlage geliefert worden.

Noch aus einem weiteren Förderprogramm fließt Geld nach Baesweiler – „Zukunft Stadtgrün“. Schon 2017 wurde die Sanierung von Wasserspielplatz und Spielplatz an der Parkstraße genehmigt, die Pläne dazu werden noch in diesem Jahr vorgestellt. „Stadtgrün II“ umfasst mit einer Fördersumme von 1,7 Millionen Euro überdies den Bereich Sportpark mit Sanierung der Tribüne sowie einer Überplanung und Öffnung des gesamten Sportplatzareals samt Aschenplatz, der für Vereine, Schulen und Öffentlichkeit gleichermaßen nutzbar gemacht werden soll.