Baesweiler: Baesweiler Weihnachtsmarkt punktet

Baesweiler: Baesweiler Weihnachtsmarkt punktet

Zwischen Kirchplatz und Reyplatz liegen knapp 1,2 Kilometer. Für die Besucher des Baesweiler Weihnachtsmarktes eine verkraftbare Strecke. Denn die beiden kleinen Märkte überzeugten mit kulinarischen Feinheiten und kreativen Geschenkideen. Manch einer verbindet den Besuch noch mit einem kleinen Bummel durch die City.

Kirchplatz, Reyplatz, Kirchplatz — mit einem Rennradklassiker hat das nichts zu tun. Die Plätzetour per pedes geriet stattdessen zur beliebten Übung. Denn Baesweilers Weihnachtsmarktgäste waren alles andere als gehfaul. Es lohnte sich ja auch, die beiden Weihnachtsmärktchen am Rey- und am Kirchplatz — Abstand knappe 1,2 Kilometer — gemütlich abzuschreiten.

Verbunden mit einem Citybummel. Beide Märkte punkteten mit Vielfalt. Davon überzeugten sich am Eröffnungstag auch Harald und Tinni Habermann. Noch weit bevor der Markt, der schon zu früher Stunde deutlich voller als in den Vorjahren am Kirchplatz war, durch den Gewerbeverbandsvorsitzenden Günter Diederen und Bürgermeister Willi Linkens feuchtfröhlich mit Glühwein eröffnet wurde.

Die „Habermänner“ hatten ihre Nachbarin Hedy Vaaßen untergehakt und mit dem Bummel begonnen. „Ich finde hier ein bisschen Entspannung und stimme mich auf die Weihnachtszeit ein“, sagte Hedy Vaaßen, während ihre Freunde das übliche „Repertoire“ an Glühwein, Bratwurst oder Naschereien verkosteten. Diesem Grüppchen schlossen sich auch Günter Rungen mit Ehefrau Brigitte an. Er war von beiden Märkten beeindruckt. Der stadtbekannte ehemalige Postbote Baesweilers fragte sich allerdings, „warum man nicht beide Märkte zusammenlegen kann. Denn beide haben ihre Reize“.

Die Gruppe vergrößerte auch das Ehepaar Günter und Inge Mankartz, das sich ebenfalls der Schlemmerei hingab und noch das eine oder andere kleine Geschenk für Weihnachten suchte. Das konnte man beispielsweise beim Settericher Holzschnitzer Rolf Nießen finden. „Einen Kölner Dom haben wir heute schon verkauft“, sagte Helene Nießen, Standbetreiberin am Kirchplatz.

Einen „Küchenvergleich“ nahmen Josefine und Theo Nause vor, die aus Boscheln angereist waren, um die Baesweiler Märkte per Genußorgan zu testen. Am Reyplatz trumpften Schupfnudeln, Erbsensuppe und Sauerkraut, während am Kirchplatz der Glühwein nach estnischem Rezept geschlürft wurde.

Allgemeines Bedauern setzte oft ein. Grund: die Schließung des Brauhauses, wo man immer ein lecker Kölsch genießen konnte. Dagegen bevozugten Marlies Sieben und Rosi Jorias — sie verkaufen Ton- und Keramikarbeiten — ein Prickelwässerchen am Reyplatz. „Um unsere kalten Füße zu wärmen!“ Apropos Geschäft: Nicht nur Krippenfiguren wechselten häufig die Besitzer.

Auch Erdmännchen für den Garten standen auf der Beliebtheitsskala weit oben. Denn trotz aller Weihnachtsfreuden: der nächste Frühling kommt bestimmt. Oder hat der sich angesichts der milden Temperaturen sogar schon angekündigt?

(mas)
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