Baesweiler: Baesweiler Spielefest macht mächtig Spaß

Baesweiler: Baesweiler Spielefest macht mächtig Spaß

Spielen hat auch integrativen Charakter. Das hat das Ehepaar Bahrijan und Tudanic Abaz mit seinen drei Kindern jetzt beim 20. Spielefest in der Settericher Realschule erfahren. Vor einem Monat war die mazedonische Familie nach Baesweiler gekommen.

Da bot der Besuch des zweitägigen Spielefestes eine gute Gelegenheit, die Stadt ein wenig näher kennenzulernen. Das Team von „Spielkonzept for You“, das mit zehn Mitarbeitern an der städtischen Veranstaltung beteiligt war, hat mit englischen Erläuterungen den Flüchtlingen unter anderem dabei geholfen, das Brett- und Knetspiel „Knätsel“ zu begreifen. Da hatten nicht bloß die Kinder sichtlich Spaß. Und das galt auch an den übrigen Spieltischen und Ständen.

Fast 90 Jahre alt ist der ehemalige Mathematiklehrer Ekkehard Künzell aus Aachen. Und seit Jahren ist er mit seinen eigenen Denkspielen zu Gast beim Spielefest. Ein Stammgast wie so viele. Ihrem Sohnemann zuliebe hat sich Helga Skuppen das Spiel „Ubongo“ ausgesucht.

„Da ist er fast unschlagbar“, lobte sie Filius Alexander. Der Friedensschüler aus Baesweiler gewann dann auch erst mal gegen seine Mutter, und dann gegen seinen Kumpel Kerem. Die Auswahl an Brettspielen lobte Helga Skuppen sehr. „Wer hier nichts findet, dem ist nicht mehr zu helfen!“

Eigene Spiel erfinden

Neue Spiele und Klassiker standen zur Wahl. Wer mochte, durfte sogar eigene Spiele erfinden und basteln. Am Stand der Städteregion bastelten die Betreuerinnen Rita Reich und Brigitte Ehlers mit den Geschwistern Jasmin (7) und Harvin (9) Jimirro beharrlich an der Kreation „Regenbogen“. „Die Kinder haben das komplett im Kopf und entwickeln ganz spontan neue Spiele“, lobte Rita Gleich.

Ins Zimmer ihres älteren Bruders hat sich Caprice Mathar früher gerne geschlichen. Um sich an die Legosteine ranzumachen — und Autos zu bauen. Das Faible hat sie bis heute: Die junge Baesweiler Klimaschutzmanagerin zeigte den Kindern und Jugendlichen anhand der Lego-Vorlagen, wie man heute Autos baut, die mit Solartechnik ausgestattet sind.

Großes Interesse entfachte der „Schul-Cup“. Die Baesweiler Grundschulen stellten jeweils ein Team aus Dritt- und Viertklässlern, das um die Wette spielte. Ihren Titel verteidigte dabei die Grundschule Loverich. Klar, dass die Mannschaft — bestehend aus Eva von Ameln, Laura Steufmehl, Paul Jansen, Fynn Metzger, Marissa Lesmeister, Nele Sieben, Leonie Wuttig, Kenyon Acquah und Ben Behrend — kräftig jubelte.

(pohl)